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Trinkwasser erzeugt auch Strom

Zürich – Die Wasserversorgung Zürich produziert nicht nur Trinkwasser, sondern neu auch Strom – aus Trinkwasser. Sie hat in ihrem Leitungsnetz drei Turbinen installiert, mit denen abwärtsfliessendes Wasser genutzt wird. Im Seewasserwerk Moos in Wollishofen fliesst das Quellwasser aus dem Sihl- und dem Lorzetal durch eine Francis-Turbine, bevor es zusammen mit Seewasser zu Trinkwasser aufbereitet wird. In den Reservoiren Strickhof (Zürichberg) und Glaubten (Käferberg) wird ebenfalls ein Gefälle von etwa 30 Metern für die Stromproduktion genutzt. Die drei Turbinen produzieren pro Jahr zusammen 700 MWh Strom der Qualitätsstufe Naturemade Star, womit etwa 200 Haushalte versorgt werden können. Laut Mitteilung der Wasserversorgung beeinflussen die Kleinkraftwerke die Wasserqualität nicht. Die Nutzung der Zürcher Trinkwasserleitungen für die Stromherstellung wurde schon in den 80er-Jahren an den gleichen Standorten geprüft, wegen schlechter Wirtschaftlichkeit aber nicht realisiert. Mit der heutigen Einspeisevergütung wird die Investition von rund 1,5 Millionen Franken in acht bis neun Jahren amortisiert. Die Stadt Winterthur kennt diese Stromproduktionsmethode seit zwei Jahren. Dort wird im Reservoir Ganzenbüel bei Seen ein Gefälle von zwölf Metern ausgenutzt. (jr)

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