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Über 100 Verkehrsunfälle mit viel Blechschaden und mindestens 14 Verletzten

Der Wintereinbruch hat sich zwar angekündigt. Trotzdem gab es gestern im Kanton Zürich chaotische Zustände auf den Strassen.

Von Daniel Schneebeli Zürich – Während des morgendlichen Berufsverkehrs und im Laufe des weiteren Vormittags schneite es gestern im ganzen Kantonsgebiet kräftig. In Teilen des Kantons fielen 20 Zentimeter Neuschnee. Die Kantonspolizei musste zu über 80 Verkehrsunfällen ausrücken. Wie Polizeisprecher Martin Sorg erklärte, kam es zu den Unfällen, weil die Automobilisten ihr Tempo nicht den Strassenverhältnissen angepasst hatten, über die Kurven hinausrutschten oder auf stehende Kolonnen auffuhren, weil sie nicht mehr bremsen konnten. Meist blieb es bei Blechschäden oder eingedrückten Gartenzäunen. Dennoch wurden 14 Personen verletzt. In drei Fällen waren die Unfälle spektakulär. In Meilen geriet der 65-jährige Lenker eines Lieferwagens morgens um 6 Uhr ins Schleudern und rutschte einen steilen Abhang hinunter. Sein Auto war so stark demoliert, dass er von der Feuerwehr geborgen werden musste. In Aathal-Seegräben kam ein 28-jähriger Autofahrer am frühen Morgen beim Sauriermuseum ebenfalls ins Schleudern und prallte auf der Gegenfahrbahn in einen korrekt fahrenden Wagen. Drei Personen wurden leicht verletzt. Der fehlbare Lenker musste sich einem Atemlufttest unterziehen, der gemäss Polizeiangaben positiv verlief. In Volketswil prallte ein Autofahrer kurz nach Mitternacht auf der schneebedeckten Strasse gegen einen Linienbus. Der 32-jährige verletzte sich schwer und musste von der Ambulanz ins Spital gefahren werden. In der Stadt Zürich ereigneten sich mindestens 20 Verkehrsunfälle mit zwei Leichtverletzten, wie Marco Bisa von der Stadtpolizei mitteilte. Sparsam Salz einsetzen Auf den Autobahnen kam es am Morgen zu teils langen Staus – wegen der Unfälle oder weil Lastwagen stecken blieben – wie in der Steigung Töss-Kemptthal auf der A 1. Dies sei nicht zu verhindern gewesen, sagte der kantonale Strasseninspektor Reto Färber, obwohl überall auf den Autobahnen gesalzen werde. Dies ist auf den Kantonsstrassen derzeit nicht mehr überall der Fall. Man müsse Prioritäten setzen, weil das Salz bereits knapp werde, sagte Färber. Die Rheinsalinen in Basel haben die Salzlieferungen beschränkt und Tageslimiten festgelegt. Darum wurde zum Beispiel die Strecke Bülach–Embrach über den Eschenmosen vorübergehend gesperrt. Die Strasse wurde laut Färber erst geräumt, als die Schneefälle aufgehört hatten. Der Kanton setze das Salz immer sparsam ein, sagte der Strasseninspektor: «Aber so wie der Winter dieses Jahr eingefahren ist, müssen wir besonders sparsam sein.» Bereits im letzten Winter brauchte der Kanton mit über 18 000 Tonnen Salz fast doppelt so viel wie gewöhnlich.

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