Überraschend aufgeräumt: So sieht das neue Tram aus

Die VBZ haben heute das Flexity-Tram in der Zürcher Version vorgestellt. Es beinhaltet durchdachte Details.

Ausblick und Einblick: Das Modell des neuen Flexity-Trams. Video: leu/Tamedia

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Was fuhr nicht schon alles auf Schienen durch Zürichs Strassen: der Elefant und der Laubfrosch, das Lisbethli und das Kurbeli, die Mirage und die Cobra. Bald kommt ein neues Tram zur Familie: das Flexity. Heute haben die VBZ das neue Tram als 1:1-Holzmodell den Medien vorgestellt. Dieses Modell, in der Fachsprache Maquette genannt, diente als Probelabor für das Innen- und Aussendesign.

Man durfte vor allem auf das Innere gespannt sein. Dieses zeigt sich überraschend aufgeräumt und einladend, eine Rückkehr zum Lieblingstram der meisten Passagiere, der Mirage. Die Sitze sind elegant und filigran aus Buchenholz gefertigt, die Haltestangen blanker Stahl. Auch sonst ist das neue Tram dezent gehalten. In Fahrtrichtung gesehen, präsentieren sich die Wände in leicht gebrochenem Weiss, blickt man nach hinten, sind einzelne Elemente frühlingshaft hellgrün.

Das Flexity besticht ausserdem durch ein paar durchdachte Details: Kleiderhaken an den Vordersitzen zum Beispiel und, endlich, USB-Stecker für all jene, deren Handy-Akku zur Neige geht. Ein hilfreiches Element dürften auch die LED-Streifen an den Türen und die LED-Ringe rund um Vorder- und Rücklicht sein: Steht das Tram an der Haltestelle, leuchten sie grün, ist es abfahrbereit, wechselt die Farbe auf Rot. Während der Fahrt wiederum sind die Türstreifen blau, die Ringe um die Lichter weiss.

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Mit 91 Sitzplätzen und 187 Stehplätzen bietet das neue Tram rund zwanzig Prozent mehr Platz als die Cobra. Vor allem Behinderten und Eltern mit Kinderwagen steht darin mehr Platz zur Verfügung als in jedem anderen Tram: Es gibt zwei geräumige Abteile für sie. Und das bei gleich vielen Sitzplätzen, denn das neue Tram ist mit 42 Metern rund 6 Meter länger als die Cobra.

Ab 2020 im regulären Einsatz

Technisch entspricht das Tram den neusten Sicherheitsanforderungen, wie VBZ-Vizedirektor Christoph Rüttimann erklärte. So ist es als erstes Tram der Schweiz mit einem Fahrassistenzsystem ausgerüstet, das Hindernisse erkennt, die sich auf den Schienen befinden oder sich dorthin bewegen könnten. Zudem bietet die riesige Frontscheibe dem Trampiloten einen 180-Grad-Blick.

Bilder: Zürcher Trams von 1885 bis 2006

Bis das neue Tram durch Zürichs Strassen kurvt, wird es aber noch eine Weile dauern. Ab Dezember 2019 sind erste Fahrtests geplant, quasi als Weihnachtsgeschenk der VBZ an sich selbst. In zwei Jahren dann, voraussichtlich im Mai 2020, werden die ersten Fahrzeuge im Linienverkehr eingesetzt, auf welchen Linien, ist noch nicht bestimmt. 70 Stück haben die VBZ bestellt, sie werden nach und nach das Tram 2000 ersetzen. Weitere 70 Trams sind als Option reserviert.

Erstellt: 24.04.2018, 12:25 Uhr

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