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Umdenken beim Einkaufen

Vegetarisch Dieses Buch kann Ihre Essgewohnheiten verändern/Intelligente Menschen essen keine Tiere, TA vom 14. 8. Konsequenz vor Profit. Res Strehles Rezension des Buchs «Tiere essen» von Jonathan Safran Foer und der Artikel «Für mich soll kein Tier sterben» von Bettina Weber haben mich sehr aufgewühlt. Der erwähnte Silberstreifen am blutigen Horizont, welcher irgendwann das Ende des Massentierleidens ankündigen wird, ist zwar hoffnungserweckend, doch wird er ohne flächendeckendes Umdenken und Handeln eine ferne Utopie bleiben. Solange sich die einerseits tier- und umweltachtend auftretenden Grossverteiler nicht dazu durchringen können, Konsequenz vor Profit walten zu lassen und dem Konsumenten weiterhin Fleisch-Billiggrosspackungen zum Frass vorwerfen, wird – obschon zwar vielen bewusst – besagtes Umdenken kaum im eigenen Einkaufswagen stattfinden. Wie im «Tages-Anzeiger» erwähnt, sind es keineswegs ausschliesslich Konsumenten mit geringeren Einkommen, die sich auf M-Budget- oder Prix Garantie-Tiere stürzen! Der Migros wäre es zudem hoch anzurechnen, wenn sie auch Denner mit in die Verantwortung zöge, damit dieser endlich aufhört, massenweise Schweinsfilets zu Hammerpreisen anzubieten. Theres Kunz, Frauenfeld Dafür schäme ich mich. Wie von einem Stromstoss getroffen sprang ich auf, ich zitterte. Irgendetwas hatte mich befreit, der Albtraum war weg. War er das? Draussen regnete es in Strömen. Schweissgebadet sass ich am Bettrand, und meine Frau, ebenfalls aufgewacht, fragte mich, was los sei. Ich konnte nicht antworten. Was hätte ich ihr denn sagen sollen? Sie hatte den Artikel ja nicht gelesen, und das war besser so. Mich hingegen liess er nicht in Ruhe. Von frustrierten, schlecht bezahlten Hilfskräften in den Schlachthöfen war die Rede, wie sie den Schweinen bei lebendigem Leibe – nein, ich kann es nicht aussprechen! Ich möchte, dass diese Tiere mit Würde leben, und wenn sie denn schon zum Schlachten bestimmt sind, dass sie in Würde sterben. Ist das zu viel verlangt? Fressen und gefressen werden, das ist das Leben, aber bitte ohne Sadismus! Ich selbst esse äusserst selten Fleisch, nicht aus Überzeugung, sondern weil ich Kohlehydrate lieber habe. Ich würde mich auch nicht als ausgesprochenen Tierfreund bezeichnen. Aber dafür, was wir Menschen, die wir uns so gern als zivilisiert sehen, den Tieren antun, dafür schäme ich mich, aufrichtig und zutiefst. Roman Kranjc, Zürich Den Konsumenten wachrütteln. Autor Jonathan Safran Foer hat es mit seinem Buch über den alltäglichen Horror in der Massentierhaltung auf den Punkt gebracht. Und auch der TA-Artikel über das in den nächsten Tagen erscheinende Buch tut seine Wirkung: Schon bei den ersten Zeilen über die grauenhafte Massentierhaltung wurde mir kotzübel, und ich hätte am liebsten rasch weiter geblättert. So ist es wohl auch manchen Lesern ergangen. Doch mit einer solchen Haltung ist diesen armen Tieren nicht geholfen. Der Konsument muss wieder und wieder wachgerüttelt werden! Er soll sich bewusst werden, ja, er muss wissen, dass er sich mit dem Einkauf von Billigfleisch schuldig macht am Elend dieser Tiere. Artgerechte Haltung kostet zwar mehr. Wer aber – statt täglich Billigfleisch aus qualvoller Haltung – beispielsweise nur zweimal wöchentlich Fleisch aus artgerechter Haltung isst, handelt verantwortungsvoll und isst mit Verstand. Zum Glück gibt es inzwischen auch zahlreiche Bauern, die ihre Tiere liebevoll behandeln. Was für eine Freude, wenn man grasende Kühe auf der Weide beobachten kann! Ein Stückchen heile Welt. Margrit Eheim, Zürich

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