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Umfahrung des Moors gefährdet

Der Kanton will die baufällige Strasse mitten durch das Neeracherried sanieren statt verlegen. Die Naturschutzverbände sind erzürnt, die Politiker ebenfalls. Die Gemeinden hingegen erleichtert.

Im kantonalen Richtplan ist die Umfahrung des Neeracherrieds eigentlich bereits vorgemerkt. Der Kantonsrat hat einstimmig durch alle Parteien hindurch beschlossen, das Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung zu schützen und die heutige Zerschneidung durch die Wehntaler- sowie die Glattalerstrasse aufzuheben. Das Ried sollte südlich entlang dem Fischbach umfahren werden

Dies ist drei Jahre her. Inzwischen hat der Kanton im Rahmen einer Zweckmässigkeitsstudie alle Varianten einer Umfahrung geprüft und die Gemeinden dazu angehört. Gestern nun präsentierte er seine Schlussfolgerung: Vorläufig soll auf die Umfahrung verzichtet werden, weil jede Variante für die umliegenden Gemeinden Mehrverkehr bringt. Die stark baufällige Wehntalerstrasse – sie wird wegen der eingesunkenen Betonplatten aus den 50er-Jahren auch Holperpiste genannt – soll nun saniert werden. «Vorderhand wird auf die Umfahrung verzichtet», sagt Anselm Schwyn vom Amt für Verkehr, «der Eintrag im Richtplan bleibt aber bestehen.» Um mit den Gemeinden einen Konsens zu finden, brauche es noch etwas Zeit. Den Zeithorizont setzt er bei zehn bis zwanzig Jahren an.

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