Zum Hauptinhalt springen

Umwelt Die Fluglärmgegner melden sich immer lauter zu Wort, TA vom 4. 8.

Umwelt Die Fluglärmgegner melden sich immer lauter zu Wort, TA vom 4. 8. Die Zivilluftfahrt ist in den letzten Jahren extrem leiser geworden. Allmählich habe ich das ewige Gestänker dieser Fluglärmgegnerinnen und Fluglärmgegner satt, deren Motivation nicht die Verhinderung von Lärm, sondern vor allem eine von Missgunst geprägte notorische Abneigung gegenüber der gesamten Luftfahrt zu sein scheint. Wo lässt sich diese Klientel vernehmen, wenn PS-starke Motorboote an Wochenenden und Feiertagen auf den Schweizer Seen dröhnen? Wenn Motorräder und Mofas noch spät in der Nacht (wenn kein Flugzeug mehr zu hören ist) durch Städte und Dörfer knattern oder wenn unzählige Veranstaltungen mit zum Teil Tausenden Besuchern die Gegend mit Gegröle und überlauter Festmusik beschallen? Jeder, der nur einen Funken Objektivität besitzt, kommt um die Fakten nicht herum: Die Fliegerei, speziell die Verkehrs- und die übrige Zivilluftfahrt, ist in den vergangenen Jahren extrem leiser geworden, als sie es früher war. Und sie wird in Zukunft noch leiser werden. Auch die Militärfliegerei hat enorme Anstrengungen unternommen, den unvermeidlichen Lärm einzudämmen. Die früher üblichen militärischen Tiefflüge mit Jets gehören fast vollständig der Vergangenheit an, und selbst im ehemals lärmgeplagten Dübendorf herrscht heute Ruhe. Wenn, wie auf dem luzernischen Flugplatz Triengen, an einem Flugzeug Steuerseile angesägt wurden, was damals zum Absturz des Flugzeuges und beinahe zum Tod des Piloten sowie von Menschen am Boden geführt hatte, so ist das das Werk von höchst kriminellen Elementen und nicht mehr der Artikulierungsversuch von Lärmgegnerinnen und Lärmgegnern. Dietwolf Baumgärtner, Rüschlikon Der überbordende Flugbetrieb gehört eingeschränkt. Der Fluglärm ist – insbesondere für sensible Menschen – eine Nervensäge, der das Wohlbefinden arg beeinträchtigt. Nicht nur die Gemeinden in Flughafennähe sind betroffen, auch die von Immissionen generell gestresste Boomregion Limmattal leidet darunter. Die Überflüge erfolgen phasenweise im Minuten- , wenn nicht sogar Halbminutentakt. Am Himmel ist zu bestimmten Zeiten die Hölle los – ein fast ununterbrochenes Grollen, Brummen, Dröhnen und Heulen. Wer Erholung in der Natur sucht, muss dies in einer Flugpause tun. Der überbordende Flugbetrieb gehört eingeschränkt, nötigenfalls auf demokratischem Weg. Ein Weiterausbau des Flughafens hätte heute vermutlich keine Chance mehr an der Urne. Man komme mir nicht mit dem Argument, möglichst viele An- und Abflüge seien eine Stütze unseres Wohlstandes und deshalb unentbehrlich. Auf einen solchen Wohlstand, der keiner mehr ist, kann ich verzichten. Weniger ist manchmal mehr. Walter Artho, Schlieren «Selbst imehemals lärmgeplagtenDübendorf herrscht heute Ruhe.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch