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Umwelt Elektrisches Auto ist startklar, TA vom 30. 1.

Zusätzliche AKW wegen Elektroautos?

Die CO2-Emissionen der Personenwagen könnten um 10 Prozent gesenkt werden, wenn in zehn Jahren 15 Prozent der Autos elektrisch fahren würden. Geht man aber davon aus, dass die Zahl der zurückgelegten Autokilometer im gleichen Mass wie bisher weiter ansteigen wird, dann stellt sich im Jahr 2020 ein Nullsummenspiel ein. Ohnehin muss der Beitrag des Verkehrssektors zur Reduktion der CO2-Emissionen weit grösser sein, um die notwendige Wirkung zu erzielen. Fahren aber beispielsweise 90 bis 100 Prozent der Autos elektrisch, dürfte der Strombedarf um die Grössenordnung von 15 bis 20 Prozent ansteigen. Kein Pappenstiel. Zusätzliche AKW? Hier wiederum stellt sich die Frage - von der Sicherheit und dem ungelösten Endlagerproblem einmal abgesehen -, wie lange der Rohstoff Uran verfügbar sein wird. Auch diese Ressource ist nämlich eng begrenzt, umso mehr, als dass viele Staaten hier die Lösung für ihre Energieprobleme sehen. Kommt dazu, dass auch Elektromobile gleichermassen im Stau stehen werden. Gewiss istein Elektroauto umweltfreundlicher als ein Benziner, eine dauerhafte Lösung ist es aber nicht.

Thomas Haller, Guntershausen

Je nachdem, wie man es rechnet.

Im TA-Bericht lese ich: «Die Stromkosten (beim Tesla) sind gering, je nach Tarif kommen 100 Kilometer auf 1.50 bis 3.50 Franken. Zum Vergleich: Ein konventionelles Mittelklasseauto kostet zwischen 50 und 100 Franken auf 100 Kilometer». Dieser Vergleich ist meiner Meinung nach falsch und irreführend. Beim Mittelklasseauto werden die gesamten Betriebskosten angeführt, bei Elektoautos nur die Energiekosten. Betrachtet man nur die Energiekosten, schneidet das Elektroauto mit den genannten 1.50 bis 3.50 Franken pro 100 Kilometer immer noch besser ab als der Benziner mit zirka 13 Franken (Annahme 8 Liter/100 km). Bei der Vollkostenrechnung hingegen kostet der Betrieb eines Elektroautos aufgrund des höheren Kaufpreises derzeit noch deutlich mehr.

Danny Ch. Utzinger, Bachenbülach

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