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Ungeduldiger Autofahrer wird verurteilt

Ein Autolenker hat in Rorbas einen anderen in eine gefährliche Situation gebracht.Polizisten haben ihn dabei beobachtet.

Von Attila Szenogrady Rorbas – Der Vorfall geht auf den Oktober 2006 zurück. Damals fuhr ein Unternehmer aus dem Zürcher Unterland mit seinem Personenwagen auf der Weiacherstrasse von Rorbas in Richtung Eglisau. Der heute 29-jährige Beschuldigte schloss dabei bis zwei Meter auf ein vor ihm fahrendes Fahrzeug auf. Laut Staatsanwaltschaft bedrängte der Angeklagte den Vordermann so massiv über 400 Meter weit. In einer unübersichtlichen Kurve und trotz einer Sicherheitslinie überholte der Geschäftsmann den geschädigten Lenker gefährlich. Zu seinem Pech hatten zwei Polizeibeamte eines Streifenwagens das Manöver beobachtet. Sie konnten den fehlbaren Lenker kurz darauf stellen. Zunächst schien ein einfacher Fall vorzuliegen. So anerkannte der Verkehrssünder im ersten Rapport seine Verfehlungen. Doch dann kam es anders. Später bei den Untersuchungsbehörden behauptete er, dass er das Formular ungelesen unterschrieben habe. Zudem stellte er seine groben Verkehrsdelikte in Abrede. Es folgte eine langwierige Prozessgeschichte. Das Bezirksgericht Bülach kam zunächst zu einem Schuldspruch und verurteilte den nicht geständigen Angeklagten neben einer bedingten Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 230 Franken und zu einer Busse von 1000 Franken. Dieser legte Berufung ein und erreichte, dass zwei wissenschaftliche Polizeigutachten über den Tatort erstellt wurden. Das Obergericht hat den Bülacher Entscheid kürzlich umfassend bestätigt. In erster Linie stützte sich die Berufungsinstanz auf die glaubhaften Darstellungen der beiden Polizisten und des bedrängten Automobilisten ab. Zudem hatten die Gutachten diese Version entgegen der Darstellung der Verteidigung als möglich eingestuft. Für den unterlegenen Lenker kommt das Verfahren sehr teuer. Er muss sämtliche Verfahrenskosten in Höhe von mehreren Tausend Franken tragen.

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