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Unispital Wohl- und Notstand in Stein, TA vom 11. 11.

Unispital Wohl- und Notstand in Stein, TA vom 11. 11. Gefährdung des Gesamtprojekts. Die Ankündigungen von Barbara Truog, Präsidentin des Stadtzürcher Heimatschutzes, verstehe ich als Drohung, ein für die Öffentlichkeit existenziell wichtiges, hochkomplexes Projekt zu blockieren und damit als Missbrauch des Verbandsbeschwerderechts. Der Regierungsrat hat nach Anhörung der Betroffenen und Evaluation der universitären, sozialen und politischen Landschaft entschieden, das Universitätsspital Zürich (USZ) am bisherigen Standort zu erweitern und zu erneuern. Das gewünschte Resultat soll eine moderne, das heisst auf dem heutigen Stand des Wissens und der Technik stehende, funktionelle, polivalente Klinik sein, die der Bevölkerung für alle Bereiche der Diagnostik und Behandlungen dient, von der Grundversorgung bis zur weltweit anerkannten Spitzenmedizin. Eine Klinik, die der Universität für Praxis, Lehre und Forschung zur Verfügung steht. Dabei müssen sämtliche vorhandenen Ressourcen klug eingesetzt und die Kosten im Griff behalten werden, da sonst ein Scheitern an der Urne droht. Was Barbara Truog in Aussicht stellt, ist ein mit allen Mitteln geführter Kampf des Zürcher Heimatschutzes gegen Veränderungen, die dem subjektiven Empfinden dieses Vereins zuwiderlaufen könnten. Die zu erwartenden Folgen dieser Ankündigung sind absehbar und heissen: massive Behinderung der Planung durch übermässige Schonung heimatkundlich heikler Gebäude, Gebäudeteile oder Gärten; gravierende Verminderung der Ausnützungsziffern der Bauareale; endlose Verzögerungen aller Projekte durch Einsprachen, Rekurse und Gerichtsurteile; Erschwerung der Bauabläufe und später der klinikinternen Abläufe; unabsehbare Kostensteigerungen für Steuerzahlende und Prämienzahlende; Gefährdung der medizinischen Versorgungssicherheit der Bevölkerung; langfristig unzumutbare Spitalaufenthaltsbedingungen für die Kranken; schlechte Arbeitsbedingungen für das medizinische Personal; ungenügende Energieeffizienz grosser Gebäudeteile. Falls der Heimatschutz seine Drohungen wahr macht, werden Gerichte über lebenswichtige Bauprojekte entscheiden anstelle der zuständigen Fachleute der Stadt, des Kantons und des USZ. Dies würde eine Gefährdung des gesamten Projekts bedeuten, womit sich das Verbandsbeschwerderecht als äussert destruktiv erweisen würde. Bernhard Thomas, Uster Facharzt für Allgemeinmedizin FMH «Ich verstehe das als Drohung, ein für die Öffentlichkeit existenziell wichtiges Projekt zu blockieren.»

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