Schlauer Bauer runtergeholt

Ein Biobauer im Unterland wollte mit einem Panoramalift hoch hinaus. Das Verwaltungsgericht hat ihn nun zurückgepfiffen.

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Bauer Daniel Maag mag sich nicht auf klassische Landwirtschaft beschränken. Auf seinem Hof in Oberglatt züchtet er deshalb Strausse, betreibt eine Besenbeiz und versteigert auch mal sein Maisfeld auf Ricardo.ch – der Meistbietende durfte sich eine Botschaft ansäen lassen, die aus der Luft zu sehen war.

Für seine jüngste Idee lobte ihn gar der Bauernverband, doch das Zürcher Verwaltungsgericht hat ihn nun gestoppt, wie die NZZ heute berichtet. Maag wollte mit einem Panoramalift noch mehr Besucher auf seinen Hof locken. Geplant war eine Hebebühne, die durch das Scheunendach hindurch auf 15 Meter angehoben werden könnte. Von dort aus hätten die Gäste nicht nur die Felder, sondern auch Starts und Landungen der Flugzeuge in Kloten beobachten können.

Die dafür nötige Ausnahmebewilligung ist ihm nun verwehrt worden. Dagegen wehrte sich Bauer Maag mit einem Rekurs. Doch dieser hatte keinen Erfolg. Grund: Er konnte nicht belegen, dass sein Betrieb ohne den Nebenverdienst eingehen würde. Und das Gericht qualifizierte den Lift als blosse «Attraktivitätssteigerung der Besenwirtschaft» – ohne den nötigen Bezug zur Landwirtschaft. (ep)

Erstellt: 05.01.2011, 07:57 Uhr

Feldgraffiti: Diese Idee brachte 5000 Franken – ein Panoramalift ist jedoch verboten. (Bild: hofwiesengrund.ch)

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