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«Unverschämt, den Sozialstaat als Sklaventreiber zu bezeichnen»

Ein Algerier war mit der Art, wie in der Schweiz Sozialhilfe verteilt wird, nicht einverstanden. Er drohte, das Zürcher Sozialzentrum Hönggerstrasse abzufackeln. Dafür muss er nun büssen.

«Die Gesetze des Sozialamts akzeptiere ich nicht, weil sie nicht sozial sind», sagte der 46-jährige Algerier in der Strafuntersuchung. Vor dem Obergericht ergänzte er dazu: «Man wollte mich versklaven». Es sei ein Etikettenschwindel, von einem Sozialamt zu sprechen. Tatsächlich handle es sich um ein Arbeitsamt.

Worum geht es? Der Algerier hatte sich geweigert, an Integrationsprogrammen und Arbeitseinsätzen teilzunehmen, deren Ziel die Wiedereingliederung in den normalen Arbeitsprozess war. Er wollte nicht eine Arbeit verrichten, für die er nur eine etwas erhöhte Sozialhilfe erhielt. Er wollte einen der geleisteten Arbeit angemessenen Lohn. Mit anderen Worten: Er fühlte sich ausgenutzt.

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