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US-Justiz sucht zwei Schweizer

Hansruedi Schumacher und Matthias Rickenbach müssen bei der Einreise in die USA ab sofort mit einer Verhaftung rechnen: Der frühere UBS-Banker und der Zürcher Anwalt hätten es versäumt, auf eine Anklageschrift zu antworten. Deshalb wurden die beiden nun einem Richter in Palm Beach, Florida, als flüchtig erklärt. Der Richter legt den beiden zur Last, reichen Amerikanern gezielt bei Steuerdelikten geholfen zu haben.

Banker Schumacher arbeitete mit Anwalt Rickenbach auf dem US-Markt eng zusammen. Der 42-Jährige leitete früher das «Cross border»-Geschäft bei der UBS. Vor sieben Jahren wechselte er als Private-Banking-Chef zur Neuen Zürcher Bank (NZB). Diese entliess ihn letzten Frühling fristlos, nachdem die USA gegen ihn Strafanzeige eingereicht hatte. Laut Anklageschrift haben Schumacher und Rickenbach das Geld reicher US-Bürger in Tarnfirmen angelegt. Kaschiert wurden die Geldtransfers mit gefälschten Dokumenten. Dabei sollen die beiden Schweizer Geschäftsleute auch riesige Barsummen in Schweizer Schliessfächern deponiert haben. Den Kunden rieten sie, ihr Geld von der UBS zur NZB zu überweisen, da die kleine Privatbank kein Steuerabkommen mit den USA habe und deshalb nicht belangt werden könne. (dvp)

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