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Uster ist stolz aufs neue Werkheim

Mit einem Fest haben die Ustermer das umgebaute Werkheim eingeweiht. Der Umbau kostete 20 Millionen Franken.

Von James D. Walder Uster – Bereits bevor der offizielle Einweihungsakt des frisch renovierten und umgebauten Heims für Menschen mit einer geistigen Behinderung in Uster um 15 Uhr vollzogen war, hatten die Festbesucher praktisch einen ganzen Ochsen verzehrt. Er war die unbestrittene kulinarische Attraktion des grossen Fests vom Samstag: der «Ochs am Spiess» von Elias Benke aus Kollbrunn. Rasch waren laut Gastrochef Maik Kunz die rund 500 Portionen verkauft worden. Kein Wunder, denn es herrschte ein reger Besucheransturm, als das neue Werkheim ausgiebig gefeiert wurde. Zufrieden mit dem Ergebnis Zum offiziellen Einweihungsakt versammelten sich auf dem Vordach des neuen Verwaltungs- und Bürotrakts der Ustermer Stadtpräsident Martin Bornhauser (SP), Patrick Stark, Geschäftsleiter des Werkheims, Wolfhart Bischoff, Stiftungsrat und Baukommissionspräsident, sowie der Wetziker Architekt Peter Hodel. 2004 hatte sich der Stiftungsrat für einen Um- und Anbau entschieden. Sieben Jahre später zeigten sich die Verantwortlichen nun sehr stolz auf das Ergebnis. Die neuen Räumlichkeiten des Werkheims konnten in der Folge von den Besuchern besichtigt werden. Das moderne Aussehen kam bei ihnen mehrheitlich sehr gut an. Vor allem die sicherheitstechnischen Neuerungen verblüfften. So verhindern die schmalen Fenster, dass die Bewohner Gegenstände zum Fenster herauswerfen können. Hohe Geländer auf der Terrasse dienen zum Schutz der Demenzkranken, sagte die Kommunikationsverantwortliche Anita Kupper. Überhaupt seien die ersten Erfahrungen in den Kleinwohngruppen seit dem Umbau positiv. Pink beruhigt Bereichsleiterin Heike Spilling erklärte auf einem der gut besuchten Rundgänge den Vorzug eines Raums, der ganz in der Farbe Pink gehaltenen ist. «In Krisensituationen können sich Leute mit erhöhtem Gewaltpotenzial hier wieder beruhigen», sagte sie. Ausser eines Betts und eines WC enthält der Raum keine anderen Einrichtungsgegenstände. «Früher haben Bewohner manchmal ganze Zimmereinrichtungen zerstört. Pink führt erwiesenermassen zu einer schnellen Beruhigung», sagte Spilling. Das rosa Zimmer diene aber auch als Pausenort für alle. Im Festzelt war derweil fast pausenlos etwas: Der Panflötenverein Zürcher Oberland, die New Hopes oder die Dschungelband sorgten für musikalische Unterhaltung. Und am Abend sorgte Toni Vescoli mit seiner Band an einem Benefizkonzert für Stimmung.

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