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Variante Neubau in Raum gestellt

Die Sanierung des Gemeindesaals führte an der Walliseller Gemeindeversammlung zu Diskussionen und Anträgen.

Wallisellen - Die letzte Gemeindeversammlung unter der Führung des abtretenden Gemeindepräsidenten Otto Halter stand im Zeichen des Abschieds. Schon die Schulgemeinde, bei der von den 153 anwesenden Stimmbürgern die beiden Bauabrechnungen ohne Gegenstimme abgenommen wurden, verabschiedete ihren Präsidenten Hanspeter Kündig.

Die ersten drei Geschäfte der Politischen Gemeinde - Erneuerungswahl der Wahlbüro-Mitglieder, Statutenrevision des Zweckverbands Gruppenwasserversorgung Lattenbuck und Revision der Abfallverordnung - wurden ohne Gegenmehr gutgeheissen. Der Planungskredit von 380 000 Franken für Sanierung und Umgestaltung des Gemeindesaals bot allerdings Zündstoff. RPK-Präsident Jürg Niederhauser stellte den Zusatzantrag, den Betrag um 50 000 Franken zu erhöhen, damit ein Neubau ebenfalls geprüft werden kann. Die Sanierung, die 2011 in Angriff genommen werden soll, kostet rund 6 Millionen Franken. Der entsprechende Kredit soll im September an die Urne gelangen. «Rund 4 Millionen Franken allein in die sanierungsbedürftige Gebäudehülle zu investieren, ist ein hoher Betrag», sagte Niederhauser. Weshalb die Option eines Neubaus nicht in Betracht gezogen werde, sei nicht wirklich nachvollziehbar.

Unterstützung erhielt sein Antrag vonseiten der FDP. Gemeinderat Peter Spörri, Ressortvorsteher Liegenschaften, erklärte, dass ein Neubau zusätzliche Kosten von rund 2 Millionen generieren würde. Bauvorstand Bernhard Krismer führte aus, dass eine Sanierung weniger Rekursmöglichkeiten für die Anwohner biete und somit schneller realisierbar sei als ein Neubau. Zahlreiche Stimmbürger ergriffen das Wort. Sogar ein Rückweisungsantrag für den Kredit ging ein. Bei der Abstimmung wurde dieser aber einzig vom Antragsteller gestützt. Bei der Abstimmung lehnte der Souverän nach rund eineinhalb Stunden mit 35:114 Stimmen den Antrag der RPK ab. Der Planungskredit wurde am Ende gutgeheissen.

30 Jahre im Amt

Nach der Verabschiedung des ebenfalls zurücktretenden Ressortvorstands Gesellschaft, Marcel Lack, liess Halter seine 30 Jahre im Gemeinderat Revue passieren. Das Amt habe ihm einiges abverlangt, aber auch viel gegeben. Jetzt sei es für ihn Zeit, etwas Neues anzufangen. «Wenn mich in Zukunft jemand fragt, ob ich im Sommer mit auf den Golfplatz komme, werde ich Ja sagen können», so Halter. Er sei aber auch froh, dass er sein Stimmrecht wieder erhalte, das er vor 16 Jahren als gewählter Gemeindepräsident hier im Gemeindesaal abgegeben hatte. Zum Schluss hatte er einen Wunsch an seine Nachfolger: «Tragt den Menschen in Wallisellen Sorge.» Die Menge dankte ihm mit stehenden Ovationen.

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