Das Callgirl und der Freier auf der Motorhaube in Dübendorf

Jetzt ist klar, was der Grund für die fünf Kilometer lange Irrfahrt nach Schwamendingen war: ein Streit um Sex.

In Schwamendingen endete die ungewöhnliche Fahrt. Die Sanität transportiert den Schwerverletzten ins Spital. Leserbild

In Schwamendingen endete die ungewöhnliche Fahrt. Die Sanität transportiert den Schwerverletzten ins Spital. Leserbild

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die über fünf Kilometer lange Irrfahrt zwischen Dübendorf und Schwamendingen von Dienstagnacht sorgte für Schlagzeilen: Ein 33-jähriger Türke war auf die Motorhaube des Audis zweier Frauen gesprungen und wurde mitgeschleppt. Er erlitt beim Sturz vom Auto in Schwamendingen schwere Kopfverletzungen. Im Wagen sassen zwei Deutsche im Alter von 21 und 25 Jahren. Bis anhin war nicht bekannt, was der Grund für die Irrfahrt war und welche Rolle die Frauen spielten.

Laut Recherchen dieser Zeitung und TeleZüri handelt es sich bei den Frauen um ein Callgirl und ihre Begleiterin, die der Türke in dieser Nacht zu sich nach Hause in Dübendorf bestellt hatte. Die Ehefrau des Familienvaters befand sich mit dem Kleinkind in der Türkei bei Bekannten. Zwischen dem 33-jährigen Handwerker und dem Escortgirl kam es zum Streit wegen der sexuellen Dienstleistungen, der auf der Strasse vor dem Mehrfamilienhaus eskalierte.

Auf Windschutzscheibe geschlagen

Die beiden Frauen flohen, und der Mann wollte sie offenbar aufhalten. Dabei sprang er auf die Motorhaube ihres Autos – die 25-jährige Lenkerin fuhr los. Während der Fahrt schlug der Mann auf die Windschutzscheibe und beschädigte diese. Die Fahrt endete bei der Verzweigung von Winterthurer- und Friedrichstrasse in Schwamendingen, als der Mann vom Auto fiel. Die Frauen fuhren weiter und stellten sich anschliessend der Stadtpolizei in Oerlikon. Dort wurden sie verhaftet. Es läuft eine Untersuchung wegen schwerer Körperverletzung.

Das 21-jährige Escortgirl ist inzwischen wieder auf freiem Fuss. Die 25-jährige Begleiterin und Lenkerin des Audis sitzt dagegen weiterhin in Untersuchungshaft wegen Verdunkelungs- und Fluchtgefahr.

Dass der Haussegen beim türkischen Ehepaar schief hängt, hatte auch schon ein Nachbar beobachten können. Der Ehemann ohrfeigte die Frau auf offener Strasse, die Frau revanchierte sich mit einem Tritt zwischen dessen Beine. Der Mann wird als sehr impulsiv beschrieben. Der 33-jährige Handwerker befand sich laut einem Verwandten am Freitag immer noch im künstlichen Koma.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 03.12.2017, 18:13 Uhr

Artikel zum Thema

Mann hält sich fünf Kilometer auf der Motorhaube fest

Ein Türke ist nach einem Streit in Dübendorf auf die Motorhaube eines wegfahrenden Autos gesprungen. Das endete für ihn mit schweren Verletzungen. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Paid Post

Ein guter Morgenkaffee ist das Geheimnis eines erfolgreichen Tages

Ob schwarz, gezuckert oder mit Milch – in der Schweiz ist der Morgenkaffee Ritual und fester Bestandteil des Tagesablaufs. Egal wie, egal wo – Kaffeegenuss vereint.

Blogs

Geldblog Lohnt sich die Säule 3a wirklich?

Michèle & Wäis Sind Sie fit für ein Date?

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sonntags bis freitags ab 7 Uhr die besten Beiträge aus der Redaktion.
Newsletter «Der Morgen» jetzt abonnieren.

Die Welt in Bildern

Auf der anderen Seite: Seit nun schon vier Wochen stehen sich Israelis und Palästinenser gewaltsam am Grenzzaun gegenüber. Hier zielt ein junger Mann mit einer Steinschleuder auf israelische Soldaten. (20. April 2018)
(Bild: Mohammed Saber/Epa) Mehr...