Neue Betrugsmasche: Flugreisende übers Ohr gehauen

Die Kantonspolizei Zürich warnt: Mit einer fiesen Betrugsmasche ziehen Unbekannte Reisenden nach Kosovo das Geld aus der Tasche.

Auf Facebook warnt die Kantonspolizei Aargau vor Internetbetrügern. Bild: Kantonspolizei Aargau

Auf Facebook warnt die Kantonspolizei Aargau vor Internetbetrügern. Bild: Kantonspolizei Aargau

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Die Betrüger machen per SMS oder über den Chat-Dienst Viber verlockende Reiseangebote. Sie bieten den potenziellen Opfern über fiktive Fluggesellschaften günstige Tickets nach Pristina an. Die Fantasiefluggesellschaften heissen beispielsweise «Germani Airways» oder «Kosovalines». Wenn die Käufer den Flug am Postschalter bezahlt haben, sind die Anbieter nicht mehr erreichbar, die Tickets ungültig. Jetzt warnt die Polizei vor dieser Betrugsmasche.

Die Zürcher Kantonspolizei hat kürzlich unter dem Titel «Flug – PRISTINA – Seien Sie bei günstigen Angeboten vorsichtig» auf Twitter eine Nachricht veröffentlicht und gewarnt. Die Firmen würden jeweils mit seriös wirkenden Websites und bedienten Hotlines auftreten und Flüge unter den Marktpreisen anbieten. Deshalb empfiehlt die Zürcher Polizei: «Informieren Sie sich im Internet über unbekannte Anbieter.»

Das Phänomen begrenzt sich nicht nur auf die Region Zürich. Die Solothurner Kantonspolizei warnt in einer Medienmitteilung, dass sich innerhalb kurzer Zeit zwei Geschädigte gemeldet hätten. Die Geschädigten, die ein verlockendes Angebot für Flugtickets nach Pristina gekauft hätten, hätten jeweils mehrere Tausend Franken auf ein Konto eingezahlt. Im Anschluss erhielten sie entweder Flugtickets, die ungültig waren, oder sie hörten von den Betrügern gar nichts mehr.

70 Fälle im Kanton Aargau

Im Kanton Aargau hat die Kantonspolizei laut einem Post auf Facebook in diesem Jahr gegen 70 Fälle registriert, bei denen die Kriminellen Erfolg hatten. «Jetzt unmittelbar vor Weihnachten werden sie versuchen, nochmals richtig Kasse zu machen», schreibt die Aargauer Polizei und empfiehlt, Tickets ausschliesslich bei vertrauenswürdigen Reiseunternehmen oder direkt bei den bekannten Fluggesellschaften zu kaufen.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.12.2018, 15:26 Uhr

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