Verheerendes Fischsterben nach Gülle-Vorfall

Hunderte Forellen verendeten in einem Wädenswiler Bächlein. Der Pächter ist bestürzt: «Der Bach ist tot.»

Traurige Bilanz: Hunderte Fische, unter ihnen die immer seltener gewordenen Bachforellen, verendeten, nachdem ein Landwirt Gülle in den Bach leerte.

Traurige Bilanz: Hunderte Fische, unter ihnen die immer seltener gewordenen Bachforellen, verendeten, nachdem ein Landwirt Gülle in den Bach leerte. Bild: PD

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Das Ausmass der Gewässerverschmutzung bei der Wädenswiler Sportanlage Beichlen macht ein Foto deutlich: Auf einer weissen Blache liegen über hundert verendete Fische. Geschossen wurde das Foto vom Pächter des Grundstücks, auf dem auch der betroffene Beichlenkanal liegt.

Die Bachforellen starben, nachdem am vergangenen Freitagnachmittag grosse Mengen Gülle in den Kanal, einem Zufluss des Reidbachs, gelaufen waren. «Der Vorfall ist besonders traurig, weil wir den Kanal seit 2017 zur Aufzucht von Bachforellen benutzen», sagt Pächter Andreas Sieber.

Fischzucht bedroht

Nachdem die Polizei noch keine genauen Angaben hat machen können, gibt Sieber nun Einblick in das Ausmass des Fischsterbens. «Ich habe am Freitagnachmittag und am Samstagmorgen gut und gerne 200 tote Fische aus dem Bach gezogen.» Er gehe jedoch davon aus, dass insgesamt 400 bis 500 Fische verendeten. «Der Bach ist tot, am Freitag bestand er nur noch aus Gülle.»

Zwar konnte die Feuerwehr mit Frischwasser im Laufe des Nachmittags die Verschmutzung beheben. Ob im Beichlenkanal aber jemals wieder Fische aufgezüchtet werden können, bleibt fraglich. Andreas Sieber wird erst im Frühjahr beurteilen, inwiefern die ausgelaufene Gülle auch die Population der Bachflohkrebse, die Nahrungsgrundlage der Forellen, eliminiert hat. Ist dies der Fall, so sei auch in Zukunft nicht mehr an eine Forellenaufzucht im kleinen Kanal oberhalb des Sennweid-Weihers zu denken.

Der Verursacher konnte bereits ausfindig gemacht werden und wurde gemäss Polizei angezeigt.

Erstellt: 30.10.2019, 15:15 Uhr

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