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Drei Rekurse gegen ZKB-Gondeln über den Zürichsee

Die Rekursfrist gegen das Seilbahnprojekt der Zürcher Kantonalbank ist abgelaufen. Zwei Verbände und eine Gruppe von Privatpersonen haben rekurriert.

So hatte sich die ZKB die Seilbahn im Jahr 2020 vorgestellt: Das Projekt zum Jubiläum. Bild: PD
So hatte sich die ZKB die Seilbahn im Jahr 2020 vorgestellt: Das Projekt zum Jubiläum. Bild: PD

Das Prestigeprojekt zum 150-Jahr-Jubiläum der ZKB kann nicht wie geplant im Jahr 2020 eröffnet werden. Gestern Montag lief die dreissigtägige Rekursfrist beim Baurekursgericht ab. Laut einem Sprecher haben zwei Verbände und eine Gruppe von Privatpersonen Rekurse gegen den Gestaltungsplan eingereicht. Theoretisch können noch weitere Rekurse folgen, da der Poststempel vom 24. Juni gilt. Zu den Rekurrenten äussert sich der Sprecher nicht.

Das Baurekursgericht muss die Einsprachen nun innerhalb von sechs Monaten behandeln. Der Fall kann nach einem Entscheid ans Verwaltungsgericht und zum Schluss ans Bundesgericht gezogen werden. Dies würde eine massive Verzögerung des Projekts bedeuten.

Neben dem kantonalen Gestaltungsplan, welcher die Baudirektion festgesetzt hat, hat das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft die wasserrechtliche Konzession erteilt. Beide Verfahren sind aber noch nicht rechtskräftig, da ein Verbvand auch gegen die wasserrechtliche Konzession einen Rekurs eingelegt hat. Erst wenn Gestaltungsplan und Konzession rechtskräftig sind, kann das Bundesamt für Verkehr mit der Plangenehmigung die Baubewilligung erteilen.

VCS und Helvetia Nostra

Laut einem früheren Bericht der NZZ handelt es sich bei den beiden einsprechenden Verbänden um die Zürcher Sektion des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) und um Helvetia Nostra, eine Tochterorganisation der Fondation Franz Weber. Bei der Gruppe von Privatpersonen sind rund zwanzig Rekurrenten beteiligt. Den Rekurs gegen die wasserrechtliche Konzession hat ebenfalls der VCS eingereicht.

Die Rekurrenten bemängeln die Anbindung an das öffentliche Verkehrssystem. Weiter wird kritisiert, dass die Züri-Bahn das geschützte Ortsbild stark beeinträchtigen würde. Die Bahn würde noch mehr Leute in ein Gebiet bringen, welches jetzt schon überlastet sei.

Die Seilbahn verbindet auf einer Länge von 1,3 Kilometern das Mythenquai mit dem Zürichhorn. Sie soll nach fünf Jahren wieder abgebaut werden. Das Projekt erinnert an die Landesausstellung 1939 und an die Gartenausstellung 1959, als bereits eine solche Seilbahn über den Zürichsee führte. Die ZKB hatte schon in der Vergangenheit gesagt, dass das Geburtstagsgeschenk auch dann realisiert werden soll, wenn der Zeitpunkt 2020 nicht eingehalten werden kann.

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