«Er schrie unentwegt, dass er mich umbringen werde»

Der Zürcher Multimillionär Steff Fischer ist von einem SUV-Fahrer angegriffen worden. Eine Gruppe habe ihm «wohl das Leben gerettet».

Steff Fischer ist mit seinem Velo bei Rot über eine Kreuzung bei der Stauffacherbrücke gefahren. Dann kam es offenbar zum Streit mit einem Autofahrer. Bild: Andrea Zahler

Steff Fischer ist mit seinem Velo bei Rot über eine Kreuzung bei der Stauffacherbrücke gefahren. Dann kam es offenbar zum Streit mit einem Autofahrer. Bild: Andrea Zahler

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Velo- und Autofahrer verstehen sich nicht immer auf Anhieb gut, manchmal kommt es zu hitzigen Diskussionen. Nicht immer bleibt es bei Wortgefechten oder dem Versuch, einander eins auszuwischen. Manchmal artet eine Situation aus – so geschehen am Mittwochabend auf der Stauffacherbrücke im Zürcher Kreis 4, wie «20 Minuten» berichtet.

Die beiden Protagonisten sind ein Multimillionär, Immobilienbesitzer und Ex-Hausbesetzer, Steff Fischer, und ein 1,90 Meter grosser Mann, der einen schwarzen SUV fährt. Fischer betitelt ihn später als «Gorillamenschen». Am Anfang des Konflikts stand ein Fehlverhalten des Velofahrers – das gibt Fischer auch zu. «Ich habe mich völlig inkorrekt verhalten und bin bei Rot über eine Kreuzung gefahren», sagt der Multimillionär.

«Ich bringe dich um!»

Darauf habe der SUV-Fahrer empört gehupt. «Ich verwarf meine Hände, um meinen Ärger kundzutun. Ich mag selbst ernannte Polizisten nicht», sagt Fischer. Aber dann eskalierte die Situation, wie Fischer sagt. «Der SUV-Fahrer stoppte und stürmte aus seinem Fahrzeug. Er packte mich und schrie mir ins Gesicht: ‹Ich bringe dich um!›» Der Autofahrer soll Fischer ans Brückengeländer gezerrt haben. «Er versuchte, mich in den Fluss zu werfen. Ich wehrte mich, so gut ich konnte. Er schrie unentwegt, dass er mich umbringen werde», schildert Fischer.

Der Autofahrer soll Fischer bei der Stauffacherbrücke in Zürich ans Geländer gezerrt und versucht haben, ihn in den Fluss zu werfen. Bild: Andrea Zahler

Eine Gruppe junger Passanten näherte sich. «Zum Glück», wie Fischer sagt. «Hätten sie nicht beherzt eingegriffen, hätte das Ganze schlimm enden können für mich. Im Nachhinein würde ich sogar behaupten, dass sie mir das Leben gerettet haben. Der Autofahrer hätte mich vermutlich von der Brücke geworfen.»

«Es war wie ein schlechter Trip»

Nach dem Vorfall hat sich Fischer nicht berauschend gut gefühlt. «Ich stand unter Schock, hatte Schmerzen und konnte nicht schlafen. Es war wie ein schlechter Trip», so der Immobilienbesitzer. Er könne den Frust von Autofahrern verstehen. «Ich kann auch nachvollziehen, wenn einer verbal ausfällig wird. Aber dass jemand einen Velofahrer umbringen will, das geht nicht.» Fischer zieht daraus – vorläufig – die Konsequenzen. «Ich werde in den nächsten zehn Tagen kein Rotlicht missachten.»

Der Vorfall ist der Stadtpolizei Zürich bekannt, wie Sprecher Marc Surber auf Anfrage sagt. Es sei zu einem Streit zwischen einem Autofahrer und einem Velofahrer gekommen. «Der Velofahrer hat Anzeige erstattet.» Die Ermittlungen laufen.

Erstellt: 01.11.2019, 08:09 Uhr

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