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Fall Bornhauser: Brasilianer kommt in U-Haft

Das Zwangsmassnahmengericht hat gegen den 34-jährigen Brasilianer, der den vemissten Gino Bornhauser getötet haben soll, Untersuchungshaft angeordnet.

Der beschuldigte Brasilianer auf einem Bild auf Facebook.
Der beschuldigte Brasilianer auf einem Bild auf Facebook.

Der Mann war zusammen mit seiner Ehefrau am Dienstag verhaftet worden. Während die 33-jährige Frau am Tag danach wieder entlassen wurde, bleibt der Mann in Haft. Laut der zuständigen Staatsanwältin hat das Zwangsmassnahmengericht dem Antrag auf Untersuchungshaft stattgegeben.

Der Mann wird beschuldigt, den 67-jährigen Rentner Gino Bornhauser getötet zu haben. Laut Polizei war es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern gekommen. Es könnte sein, dass der Brasilianer den Rentner dabei zu Tode schlug oder dass dieser aufgrund der Schläge derart unglücklich auf den Kopf fiel, dass er an den Verletzungen starb.

Die Suche nach Bornhauser geht weiter. Das deutet darauf hin, dass der Beschuldigte zum Tatgeschehen schweigt. Sofern er tatsächlich der Täter ist, könnte das Schweigen damit zu erklären sein, dass er nicht mehr weiss, wo er die Leiche versteckt hat. Möglich ist auch, dass er diese in den Rhein geworfen hat.

IV-Rente wegen psychischer Probleme?

Der verhaftete Brasilianer ist Vater dreier kleiner Mädchen. Er wohnte zusammen mit seiner slowakischen Ehefrau seit 2012 im Zentrum von Rafz nahe der deutschen Grenze. An seinem Haus sind Überwachungskameras installiert. Laut «20 Minuten» soll er schon lange in der Schweiz leben und gut Deutsch sprechen.

Der Mann ist arbeitslos oder arbeitete nur gelegentlich. Dorfbewohner sagen, dass er wegen psychischer Probleme eine IV-Rente erhalten habe. Von der Gemeinde wird die Familie aber nicht unterstützt. Diese war in der Vergangenheit auch nicht negativ aufgefallen, beispielsweise wegen häuslicher Gewalt. In der Nachbarschaft ist aber die Rede davon, dass sich das Paar öfters gestritten hat.

Wann die Ehefrau mit den drei Kindern wieder ins Einfamilienhaus einzieht, ist nicht bekannt. Am Freitag war die Liegenschaft noch versiegelt. Nach der Verhaftung der Eltern kamen die drei Mädchen in die Obhut der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb).

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