Fenstersturz im Niederdorf: Prostituierte wieder auf freiem Fuss

Die beiden Rumäninnen, die nach dem mysteriösen Tod eines Freiers an der Häringstrasse verhaftet wurden, sind wieder frei.

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Am Freitagabend ist ein Mann aus einem Bordell an der Häringstrasse 17 im Zürcher Niederdorf gestürzt. Der Mann war sofort tot. Warum er aus dem Fenster fiel, wird von der Stadtpolizei abgeklärt. Der Mann war zuvor in einem Zimmer bei zwei rumänischen Prostituierten gewesen. Die Polizei nahm die beiden Rumäninnen im Alter von 29 und 40 Jahren vorläufig fest. Laut einer Polizeisprecherin sind sie am Samstagabend wieder freigelassen worden.

Ob es sich um einen Suizid oder Unfall gehandelt hat, wird weiterhin abgeklärt. Laut Valentin Landmann, Verteidiger einer der beiden Frauen, hat der Staatsanwalt keinen dringenden Tatverdacht erachtet. Es sei geprüft worden, ob die Frauen allenfalls dem Mann Drogen ins Bier gemischt hätten. Dies sei aber nicht der Fall gewesen.

Ist er ausgerutscht?

Der Mann, den die Frauen als Bodybuilder-Typ beschrieben, habe die beiden Rumäninnen für eine halbe Stunde gebucht und 200 Franken bezahlt, es sei aber nichts passiert. Er sei schon damals schweissüberströmt gewesen und habe einen «stieren Blick» gehabt. In der Folge wollte der Mann nochmals eine Stunde buchen. «Als er die zusätzliche Stunde bezahlen wollte, funktionierte seine Kreditkarte nicht mehr», sagt Landmann. Die Frauen sagten dem Freier, dass er ohne Bezahlung nicht weitermachen dürfe. Dabei sei der Mann auf den Fenstersims gestiegen und in die Tiefe gestürzt. Ob er sich abkühlen wollte und dabei ausrutschte, oder ob er absichtlich hinuntersprang, ist nicht klar. Als der Mann wie «mit einem Köpfler» – so Landmann – hinunterstürzte, war nur eine der beiden Rumäninnen im Zimmer. «Die Frauen standen unter Schock», sagt Landmann.

Erstellt: 13.03.2017, 13:09 Uhr

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