Führte BMW-Totalschaden zu Vatermord?

Der junge Mann, der seinen Vater erstochen haben soll, hatte wenige Tage zuvor den teuren BMW seines Vaters zu Schrott gefahren.

Nach dem Familiendrama in Zürich-Albisrieden haben Nachbarn Blumen und Kerzen vor die Wohnung hingestellt.

Nach dem Familiendrama in Zürich-Albisrieden haben Nachbarn Blumen und Kerzen vor die Wohnung hingestellt. Bild: Stefan Hohler

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Weiterhin ist unbekannt, warum es in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 16. Dezember, zu einem blutigen Vorfall mit einem Toten in Zürich-Albisrieden gekommen ist. Dabei kam ein 52-jähriger Schweizer Familienvater ums Leben. Sein 27-jähriger Sohn soll ihn erstochen haben.

Beim Familiendrama wurden zudem der mutmassliche Täter, seine 54-jährige Mutter und sein jüngerer, 24-jähriger Bruder schwer verletzt. Die Tat ereignete sich in einem Genossenschafts-Mehrfamilienhaus an der Ginsterstrasse.

Nun ist ein mögliches Motiv aufgetaucht. Der 27-Jährige hatte wenige Tage vor der Tat den teuren BMW des Vaters zu Schrott gefahren. Dass der Wagen für den Vater eine grosse Bedeutung hatte, zeigten Bilder auf seinem – inzwischen gelöschten – Facebook-Profil. Der 52-Jährige hatte stolz vor dem BMW posiert. Laut Polizei war es in der Tatnacht in der Wohnung zu einer heftigen Auseinandersetzung gekommen, die schliesslich ausser Kontrolle geriet. Dabei sei mindestens eine Stichwaffe eingesetzt worden. War der zu Schrott gefahrene BMW Auslöser des Streits gewesen?

Familie zieht aus Wohnung aus

Inzwischen hat der jüngere Bruder das Spital wieder verlassen können. Über den Gesundheitszustand der Mutter und des verhafteten älteren Sohnes ist nichts bekannt. Die Familie scheint aus der Wohnung ausziehen zu wollen. Nachbarn haben gesehen, wie der jüngere Sohn Gegenstände aus dem Haus trug. Die Fensterläden sind geschlossen, und die Telefonnummer ist nicht mehr in Betrieb. Vor der Balkontür zum Gartensitzplatz haben Bekannte und Nachbarn Blumen und Kerzen in Erinnerung an das Opfer hingestellt.

Der mutmassliche Täter hat laut Nachbarn psychische Probleme und war schon lange in Behandlung. Zudem soll er Drogen konsumiert haben. Der 27-Jährige arbeitete nicht und sei draussen selten anzutreffen gewesen. Kaum ein Nachbar der Familie weiss Genaueres über ihn.

Erstellt: 30.12.2016, 22:34 Uhr

Artikel zum Thema

Blutiges Familiendrama in Albisrieden

Der 27-jährige Sohn soll seinen 52-jährigen Vater in der Wohnung erstochen haben. Mehr...

Das Ressort Zürich auf Twitter

Das Zürich-Team der Redaktion versorgt Sie hier mit Nachrichten aus Stadt und Kanton.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von Tagesanzeiger.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...

Paid Post

Grosser Sammelspass für die ganze Familie

Perfekt für kalte Wintertage: Bei jedem Einkauf Marken sammeln und gegen exklusive «Disney Winterzauber»-Prämien von Coop eintauschen!

Blogs

Geldblog Vorsicht beim Verrechnungsverzicht!

Mamablog Nehmt euch Zeit fürs Kranksein!

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Zum Wiehern: Ein Pferd scheint sich in Feldberg im Schwarzwald über die weisse Pracht zu freuen. (18. November 2019)
(Bild: Patrick Seeger) Mehr...