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Geschützter Turmfalke angeschossen

In Ottikon ist ein verletzter Turmfalke aufgefunden worden. Der Vogel starb bei der Operation im Tierspital.

Der Turmfalke ernährt sich vor allem von Mäusen – im Gegensatz zum Wanderfalken, der auch Tauben jagt. (Bild: Kantonspolizei Zürich)
Der Turmfalke ernährt sich vor allem von Mäusen – im Gegensatz zum Wanderfalken, der auch Tauben jagt. (Bild: Kantonspolizei Zürich)

Ein Anwohner hat den Turmfalken am Dorfrand von Ottikon bei Kemptthal (Gemeinde Illnau-Effretikon) aufgefunden. Der Wildvogel wurde dem Tierrettungsdienst übergeben, welcher ihn ins Tierspital Zürich brachte. Dort stellte der Veterinär eine Schusswunde am rechten Flügel fest. Bei der darauffolgenden Operation verstarb der Vogel.

Die Polizei sucht Zeugen: Personen, welche in der Zeit bis Dienstagmorgen verdächtige Wahrnehmungen im Zusammenhang mit Turmfalken, Schiesslärm und/oder sich auffällig verhaltenden Personen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, 044 247 22 11, in Verbindung zu setzen.

Der geschützte Turmfalke ist vor allem für seine Jagdweise bekannt. Er kann mit seinem «Rüttelflug» lange an gleicher Stelle verharren und nach Mäusen und Insekten Ausschau zu halten.

Vermutlich kein Taubenzüchter

In der Vergangenheit waren in der Stadt und im Kanton Zürich wiederholt Wanderfalken vergiftet worden. Bei den Tätern handelte es sich vermutlich um Taubenhalter. Im Gegensatz zum Wanderfalken – der Tauben im Flug schlägt – ernährt sich der Turmfalke aber hauptsächlich von Mäusen. Es dürfte sich bei der Täterschaft im jüngsten Fall deshalb vermutlich nicht um einen Taubenzüchter handeln.

Ende März wird sich ein Taubenzüchter vor dem Bezirksgericht Bülach verantworten müssen. Der Kosovare hat einer seiner Taube ein hoch toxisches Pflanzenschutzmittel auf den Nacken- und Schulterbereich aufgetragen und die Taube fliegen lassen. Er hoffte, dass ein Greifvogel sie schlagen würde. Die Taube konnte aber eingefangen werden, bevor sie Beute eines Wanderfalken, Habichts oder Sperbers wurde.

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