Junge Velofahrerin stirbt nach Kollision mit Tram

Ein 12-jähriges Mädchen ist in Wallisellen nach einer Kollision mit einem Tram der Glattalbahn gestorben.

Der Unfall ereignete sich unmittelbar vor der Haltestelle Neugut, das Mädchen kam von Dübendorf her. (Bild: Kantonspolizei Zürich)

Der Unfall ereignete sich unmittelbar vor der Haltestelle Neugut, das Mädchen kam von Dübendorf her. (Bild: Kantonspolizei Zürich)

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Ein 12-jähriges Mädchen ist am Montag in Wallisellen mit seinem Velo in ein Tram geprallt. Dabei zog es sich schwere Verletzungen zu und starb noch auf der Unfallstelle, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte.

Das Mädchen fuhr kurz vor 12.30 Uhr mit dem Velo auf der Überlandstrasse und überquerte die Seidenstrasse. Daraufhin wollte es nach links über das Tramtrassee abbiegen. Dabei kam es zur Kollision mit einer in gleicher Richtung fahrenden Tramkomposition der Linie 12.

Die genaue Unfallursache ist noch nicht geklärt. Sie wird durch die Kantonspolizei Zürich sowie durch die Staatsanwaltschaft untersucht.

Zweiter Unfall innert Monatsfrist

Mitte Juni ereignete sich beim Bahnhof Stettbach ein ähnlicher Unfall mit einem Tram der Glattalbahn-Linie 12, bei dem ein 16-jähriger Velofahrer schwer verletzt wurde.

Seit die Glattalbahn Ende 2010 in Betrieb ging, gab es auf den ungesicherten Kreuzungen insbesondere in den Jahren 2013 und 2014 zahlreiche Unfälle, einige davon mit Schwerverletzten und drei Mal mit Todesfolge.

Die Verkehrsbetriebe Glattal haben einige der betroffenen Übergänge deshalb in einem ersten Schritt mit grüner Farbe markiert. Zusätzlich zu den mittlerweile 16 mit Schranken gesicherten Kreuzungen werden vier weitere Übergänge mit Barrieren versehen. Damit werden künftig 20 der insgesamt 42 Kreuzungen auf der Strecke der Glattalbahn zwischen Flughafen und Bahnhof Stettbach zusätzlich gesichert sein.

Bei den mit Barrieren nachgerüsteten Kreuzungen handelt sich um jene, an denen mehr als die Hälfte der bisherigen Unfälle passiert ist. Die beiden aktuellen Unfallstellen in Dübendorf und Wallisellen gehören aber nicht dazu, sie werden nach dem aktuellen Planungsstand auch künftig nicht mit Schranken gesichert werden. (anf//SDA)

Erstellt: 03.07.2017, 15:15 Uhr

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