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Misshandelter Sperber erhält neue Federn

In Embrach hat ein Mann einem Sperber die Federn eines Flügels abgeschnitten. Die Kantonspolizei hat den mutmasslichen Täter ermittelt.

Ein ungewöhnlicher Fall von Tierquälerei hat sich am 10. September in Embrach ereignet, wie der «Zürcher Unterländer» berichtet. Ein Sperber, dem ein Flügel gestutzt worden war, konnte gerade noch rechtzeitig vor einer Katze gerettet und in die Greifvogelstation Berg am Irchel gebracht werden. Bezüglich Täterschaft hält sich die Kantonspolizei bedeckt. Sie bestätigt nur, dass der mutmassliche Täter ermittelt worden sei und dass ein Verfahren bei der Staatsanwaltschaft laufe.

Laut TA-Recherchen hatte sich der Sperber im Anwesen des Täters auf eine unbekannte Art verfangen. Der Mann packte den Vogel und stutzte ihm mutwillig die Schwingfedern eines Flügels, danach liess er ihn wieder frei. Der Vogel wurde dadurch flugunfähig. Die Federn wachsen erst nach der Mauser im nächsten Jahr wieder nach. Das Motiv des Täters ist nicht bekannt.

Ersatzfedern von toten Sperbern

Andreas Lischke, Leiter der Greifvogelstation, will nun den Vogel mithilfe von Ersatzfedern wieder flugfähig machen. Da die Kiele der knapp zwanzig abgeschnittenen Federn noch vorhanden und fest im Flügel verankert sind, wird er sie mit neuen Federn bestücken. Die Ersatzfedern stammen von toten Sperbern. Lischke wird ein dünnes Karbonröhrchen in den Federkiel einführen, das als stabile Verbindung zu den neuen Federn dient. Die Verbindungsstellen fixiert er mit Sekundenkleber. Danach muss das Sperberweibchen noch ein paar Tage Flugübungen machen, bevor es freigelassen wird.

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