Mit 140 statt 80 km/h: Raser hatte «Billett» erst seit sieben Monaten

Nach einer Geschwindigkeitskontrolle wurde ein 18-Jähriger aus dem Verkehr gezogen. Dem Neulenker droht eine mehrjährige Freiheitsstrafe.

Wäre der Lenker 1 km/h weniger schnell gefahren, würde er nicht mehr unter die Rasergesetzgebung fallen.

Wäre der Lenker 1 km/h weniger schnell gefahren, würde er nicht mehr unter die Rasergesetzgebung fallen. Bild: Keystone

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Die Kontrolle fand gestern Dienstag im Ausserortsbereich von Würenlos AG auf einer Hauptstrasse mit Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h statt. Der 18-jährige Serbe aus dem Aargauer Freiamt fuhr mit Tempo 140 km/h. Er hatte seinen Führerausweis erst seit sieben Monaten. Diesen musste er noch vor Ort abgeben, wie die Kantonspolizei Aargau meldet.

Nun folgt das Strafverfahren. Dem 18-Jährigen droht eine Freiheitsstrafe von einem bis vier Jahren. Das ist das Strafmass für Raser per Artikel 90, Absatz 3 des Strassenverkehrsgesetzes («Raser-Artikel»). Ein Raser ist, wer «mindestens 60 km/h» zu schnell fährt, «wo die Höchstgeschwindigkeit 80 km/h beträgt». Wäre der Jungfahrer also 1 km/h weniger schnell gefahren, fiele er nicht mehr unter die Rasergesetzgebung und würde milder bestraft.

Fahrprüfung wiederholen

Dem Raser, der den Ausweis auf Probe hatte, droht nebst der Freiheitsstrafe auch eine Wiederholung der Fahrprüfung. Entschieden wird dies in einem Administrativverfahren.

Weitere drei Automobilisten, welche bei der Kontrolle mit Geschwindigkeiten zwischen 114 km/h und 118 km/h gemessen wurden, durften weiterfahren. Sie müssen jedoch mit dem späteren Entzug des Führerausweises rechnen.

Erstellt: 25.11.2015, 12:41 Uhr

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