Schüsse bei Filmdreh in Rapperswil-Jona – drei Verletzte

Bei Dreharbeiten zu einem Mafiafilm kam es in einer Rapperswiler Bar zu einem gravierenden Zwischenfall. Auch die Rega stand im Einsatz.

Drei Verletzte nach Filmdreh mit mehreren Waffen: Die Polizei musste am Samstag in Rapperswil-Jona ausrücken. Symbolbild: zvg

Drei Verletzte nach Filmdreh mit mehreren Waffen: Die Polizei musste am Samstag in Rapperswil-Jona ausrücken. Symbolbild: zvg

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Schock am Filmset: Bei Dreharbeiten in der Boomerang Bar in Rapperswil-Jona SG sind am Samstag drei Personen verletzt worden. Sie wurden getroffen, als in einer Szene Waffen eingesetzt wurden, wie die Kantonspolizei St. Gallen am Sonntag mitteilte. Mediensprecher Martin Rutz sagte «20 Minuten»: «Es waren auch richtige Waffen im Spiel. Es wurde aber nicht mit scharfer Munition geschossen, sondern mit Knallpatronen.» Aus welcher Waffe die Schüsse abgefeuert wurden, die zu den Verletzten führte, wird derzeit ermittelt. Ebenfalls, ob bei der Schussabgabe Teile der Knallpatrone oder andere Gegenstände, welche sich im Lauf der Waffe befanden, zu den Verletzungen führten.

«Habe Location für den Filmdreh vermietet»

Der Produzent des Filmes ist der Polizei bekannt. «Die Filmcrew bestand aus rund acht Leuten und sie arbeiten professionell», sagte Rutz. Die verletzten Darsteller seien Laienschauspieler.

Bei den Verletzten handelt es sich um zwei Frauen im Alter von 24 respektive 34 Jahren und einen 54-jährigen Mann. Die 24-Jährige wurde mittelschwer verletzt mit einem Helikopter ins Spital geflogen, die beiden anderen mit der Ambulanz ins Spital gebracht.

Der Besitzer der Bar, sagte: «Ich habe die Location für den Filmdreh vermietet. Es handelt sich dabei um einen Mafiafilm.» Mit dem Film habe er nichts zu tun. Er wisse auch nicht, wie es zu dem Vorfall mit den Verletzten kam.

Produzent bedauert Vorfall

Gedreht wurde der Actionfilm «Smokers». Produzent Peter Organ sagte gegenüber dem «Blick»: «Wir haben die Waffen und die Munition von der Kantonspolizei bewilligen lassen. Der Waffenhändler erklärte uns, dass nur das Gehör ein Problem sei. Nicht das Mündungsfeuer.» Unter den Verletzten sei auch seine Nichte gewesen. «Es tut uns so leid, was passiert ist.»

Organ wurde danach mehrere Stunden von der Polizei befragt. Mediensprecher Rutz stellte klar: «Verhaftet wurde niemand. Alle Beteiligten wurden aber ausführlich befragt.» Die genauen Umstände, die zu den Verletzungen führten, werden noch ermittelt. (red)

Erstellt: 19.01.2020, 14:33 Uhr

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