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«Sie fehlt uns unendlich»

In zwei Todesanzeigen haben heute die Familie und die Schule der 17-jährigen Gymnasiastin, die am Sonntagmorgen im Zürcher HB zu Tode gestürzt ist, von dieser Abschied genommen.

Am Unfallort im Zürcher Hauptbahnhof haben Freunde der 17-jährigen Gymnasiastin Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.
Am Unfallort im Zürcher Hauptbahnhof haben Freunde der 17-jährigen Gymnasiastin Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.
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Die junge Frau war auf eine Glasscheibe auf dem Dach der Bahnhofshalle geklettert.
Die junge Frau war auf eine Glasscheibe auf dem Dach der Bahnhofshalle geklettert.
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Die SBB riegelten die Unfallstelle aus Sicherheitsgründen wegen herunterfallender Scherben ab.
Die SBB riegelten die Unfallstelle aus Sicherheitsgründen wegen herunterfallender Scherben ab.
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«Aus dem grössten Glück ist unsere M. in den Tod gestürzt. Ein Teil von uns ist mit ihr gegangen. Sie fehlt uns unendlich», schreiben die Eltern in der heute veröffentlichten Todesanzeige über ihre 17-jährige Tochter. Die junge Frau ist in der Nacht auf Sonntag im Hauptbahnhof vom Dach zwölf Meter in die Tiefe gestürzt.

Auch die Schüler und Lehrer des Literaturgymnasiums Rämibühl, wo die junge Frau seit 2013 in die Schule ging und im nächsten Sommer die Maturitätsprüfung hätte ablegen sollen, vermissen M. sehr. «Ihre aufgeschlossenen Art und ihre Kreativität werden wir in dankbarer Erinnerung haben», heisst es in der Todesanzeige. Die Abdankung findet am Samstag statt.

Phänomen namens Roofing

Roofing, so heisst das bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebte Klettern auf Hausdächer und Krane. Der Hauptbahnhof würde gerne benutzt, wie ein Roofer sagt. Weil am Perronende die Deckenpfeiler renoviert werden und deshalb ein Baugerüst installiert worden ist, sei dies einfach. Es habe oben am Dach Tags und Kleber, was zeige, dass schon etliche Roofer aufs Dach gestiegen seien. Laut SBB ist das Baugerüst vorschriftsgemäss gesichert.

Die Roofer suchen einerseits den Adrenalinkick, etwas Unerlaubtes zu tun, andererseits könne man vom Dach aus «coole Bilder» machen. Kiffen und Alkohol seien verpönt, sagt er.

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