Verrät Video den «Zugschubser»?

Der Unbekannte, der am Montagnachmittag im Bahnhof Affoltern am Albis einen 85-jährigen Mann in einen einfahrenden Zug gestossen hat, ist weiterhin flüchtig.

Grosseinsatz von Polizei und Sanität nach der brutalen Tat vom Montagnachmittag am Bahnhof Affoltern am Albis. Bild: Leserreporter «20 Minuten»

Grosseinsatz von Polizei und Sanität nach der brutalen Tat vom Montagnachmittag am Bahnhof Affoltern am Albis. Bild: Leserreporter «20 Minuten»

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Das Einzige, was vom Täter in der Öffentlichkeit bekannt ist: Es handelt sich um einen jüngeren Mann. Laut Beat Jost, Sprecher der Kantonspolizei, konnten zwar viele Zeugen befragt werden, die geäusserten Angaben über das Signalement des Täters sind aber widersprüchlich. Deshalb verzichtet die Polizei vorerst auf eine Täterfahndung mit Signalement.

Klar sei, dass der 85-jährige Mann vom Unbekannten bewusst und absichtlich in die einfahrende S-Bahn gestossen worden sei, sagt Jost. Ob der Unbekannte den Rentner «nur» zu Boden werfen oder ob er ihn tatsächlich unter den Zug stossen wollte, ist noch nicht bekannt. Der Fall läuft unter versuchter Tötung.

Das schwer verletzte Opfer, es ist nicht im Kanton Zürich wohnhaft, konnte gestern Montag noch nicht befragt werden; eventuell kann es heute Nachmittag von der Polizei einvernommen werden. Dies müsse aber mit den Ärzten besprochen werden, sagt Jost. Der Rentner war durch den Stoss zuerst seitlich in die einfahrende S-Bahn geprallt und dann unter den Zug geraten.

Opferkleider auf Täterspuren untersucht

Nebst den Zeugenaussagen hat die Polizei noch weitere Hilfsmittel zur möglichen Klärung des Falles. So werden die Videoaufzeichnungen der einfahrenden S-Bahn überprüft. Es könnte sein, dass die Kamera auch den Täter auf dem Perron gefilmt hat. Zudem werden die Videoaufzeichnungen von anderen S-Bahnen, die im Zeitraum der Tat im Bahnhof einfuhren, angeschaut – vielleicht war der Täter mit der Bahn zum Bahnhof gelangt.

Weiter sind die Kleider des Opfers sichergestellt worden, sie werden nun auf DNA-Spuren des Täters untersucht. Dieser floh zu Fuss. Die Kantonspolizei setzte neben diversen Fahndungspatrouillen einen Polizeihelikopter ein. Laut Jost suchte der Helikopter die angrenzenden Wiesen und Wälder ab, die mit Autos nicht kontrolliert werden konnten.

Erstellt: 22.03.2016, 16:14 Uhr

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