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Vereine sollen keine Miete zahlen

Eine Initiative der Ustermer SP verlangt, dass Vereine die Hallen und Plätze der Stadt gratis nutzen können.

Von Christian Brütsch Uster – «Einerseits unterstützt die Stadt die Vereine und nimmt andererseits Gelder von den gleichen Vereinen für die Miete von Hallen und Plätzen ein – das macht doch keinen Sinn», sagt Ruedi Gysi, Präsident von Pro Sport Uster. Er setzt sich im Namen der Dachorganisation für Sportvereine für die von der SP eingereichte Vereinsinitiative ein. Diese sieht vor, dass Vereinen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, die Gebühren für Hallen, Plätze oder Übungslokale erlassen werden. Zahlen, wie viel Einnahmen die Stadt dadurch verlieren würde, liegen nicht vor. «Wir rechnen mit 60 000 Franken», schätzt Mitinitiant Balthasar Thalmann (SP). Die Unterstützung im Parlament ist aber dürftig: «Im Rat waren nur die SP und die Grünen dafür – und 1 Stimme von der SVP.» Das Ausnahmevotum kam von Gysi. «Ich bin in einer verzwickten Lage», räumt dieser ein. Aber es gelte, ein Zeichen für die Jugend zu setzen. Namhafte Unterstützung Der Stadtrat stellt sich auf den Standpunkt, dass mit den kürzlich verabschiedeten «Richtlinien zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit der Ustermer Vereine» dem Anliegen Genüge geleistet worden sei. Für die Werbekampagne, die vor allem über Pro Sport läuft, konnten namhafte Ustermer wie Urs und Markus Ryffel oder Philippe Walter gewonnen werden. «Jetzt müssen wir die Vereinsmitglieder, die bereits stimmberechtigt sind, dazu bringen, an die Urne zu gehen», sagt Gysi. Weiter will er «mit Einzelgesprächen» auf Stimmenfang im bürgerlichen Lager gehen.

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