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Vergebene Führung frustriert

Absteiger Wädenswil kommt in der 2. Liga regional nicht auf Touren. Die Gelb-Blauen haben bei Red Star 1:2 verloren und bleiben auf einem Punkt sitzen.

Fussball. - Nach Spielschluss liessen die Wädenswiler dem Frust und Ärger über die Niederlage gegen die zweite Mannschaft von Red Star freien Lauf. Ein Tritt gegen die Bande hier, Schimpftiraden dort. Besonnen zeigte sich aber Trainer Urs Fritschi. Er blieb ruhig, ging zu Goalie Andreas Roth, der noch immer im Tor kauerte. In der Nachspielzeit war er ohne Abwehrchance geblieben. Fritschi munterte Roth auf, und auch die anderen sprachen sich wieder Mut zu. «Kommt Jungs, wir hatten viele Chancen und mehr vom Spiel», sagte Mittelfeldspieler Fabian Kuster.

Kuster hatte zusammen mit Captain Philipp Strickler mehr als eine Stunde lang das Heft in die Hände genommen. Die beiden Routiniers waren Vorbilder in Sachen Einsatz. Wädenswil strebte nach dem 1:1 gegen Wollishofen und dem 1:3 gegen Siebnen das erste Erfolgserlebnis an. Die Teamkollegen von Kuster und Strickler zogen mit, das Unterfangen schien zu gelingen. Vor allem, nachdem Wädenswil durch André Zollinger in Führung gegangen war. Der Stürmer verwertete in der 36. Minute einen Traumpass von Strickler.

Die Führung nicht ausgebaut

Nach dem Wechsel verpasste es Wädenswil aber, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Fritschi musste mit ansehen, wie seine Mannschaft zwischen der 62. und 68. Minute drei hochkarätige Chancen zum zweiten Treffer versiebte. Geiger und Zollinger brachten den Ball aber weder im Zusammenspiel ins Tor, noch im Alleingang. Fritschi traute seinen Augen nicht, er sah die Felle für seine Mannschaft wieder einmal davonschwimmen.

Dann fiel Wädenswil in sein altes Muster zurück. Die zuvor spiel- und kampfstarken Wädenswiler zeigten sich nach den vergebenen Möglichkeiten verunsichert, was sich auf die Verteidigung übertrug. Roth hielt sein Team noch eine Zeit lang mit gekonnten Paraden im Spiel - er musste sich aber schliesslich in der 75. und in der 91. Minute geschlagen geben.

«So ist Fussball: Wer die Tore nicht schiesst, bekommt sie», zitierte Fritschi nach Spielschluss eine bekannte Fussball-Weisheit. Der Trainer traf damit den Nagel auf den Kopf.

Aller Einsatz nützte nichts: Wädenswil (rechts Patrick Studer) hatte auch gegen Red Star das Nachsehen.

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