«Vermutlich war sie da schon mit diesem Hassan liiert»

Gab es ein Anzeichen auf eine Liebesbeziehung zwischen der Gefängniswärterin und dem Insassen? Ihr Ehemann gibt Einblicke.

Flüchteten gemeinsam aus dem Dietiker Gefängnis: Hassan Kiko und Angela Magdici.

Flüchteten gemeinsam aus dem Dietiker Gefängnis: Hassan Kiko und Angela Magdici. Bild: Keystone

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Der dreiste Gefängnisausbruch in Dietikon, bei dem die Wärterin Angela Magdici dem Häftling Hassan Kiko zur Flucht verhalf, erhitzt die Gemüter. Wäre der Ausbruch zu verhindern gewesen? Gab es Indizien? Gefängnisdirektor Roland Zurkirchen sagte gestern auf Anfrage, es gab nichts, das auf eine Liebesbeziehung von Magdici und Kiko hindeutete.

Der Ehemann der Schweizerin sieht das anders. Gegenüber «20 Minuten» sagte der 25-jährige V.*, dass sich Magdici in den letzten Monaten grundlegend verändert habe: «Vorher war sie lieb, sie hat wirklich ein grosses Herz. Mit der Zeit wurde sie aber gleichgültig und aggressiv.» Das war zu der Zeit, in der die 32-Jährige «im Gefängnis Limmattal quasi übernachtet hat wie in einem Hotel. Alle zwei Wochen hatte sie Nachtdienst», wie V. sich vom «Blick» zitieren lässt: «Dabei war ich von Anfang an gegen den Job im Männergefängnis, jetzt weiss ich, warum.»

«Wahrscheinlich war ich ihr zu lieb»

Als Magdici vor vier Monaten aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist, habe sie das ganze Geld mitgenommen – und den BMW X1, mit dem das Paar geflüchtet ist. «Dazu etliche Möbel. Sie kam bei einer Freundin unter und zahlt seither auch keine Miete mehr», ergänzt der Lagerist.

Ausserdem habe Magdici die Möglichkeit ausgeschlagen, Polizistin zu werden, was ihren Lebenstraum erfüllt hätte: «Auf einmal wollte sie doch lieber Aufseherin bleiben. Vermutlich war sie da schon mit diesem Hassan liiert.» Und V. vermutet: «Sie steht wohl auf kriminelle Männer, wahrscheinlich war ich ihr zu lieb.»

Ebenfalls Einblicke ins Leben von Magdici gab ihr ehemaliger Kickbox-Lehrer Rocco Cipriano gegenüber dem «Blick». Damals noch unter ihrem Mädchennamen Vock angemeldet, sei sie sehr zurückhaltend gewesen, Cipriano spricht von einer zerbrechlichen Persönlichkeit: «Es gibt Menschen, die stehen vor einem, strotzen vor Selbstbewusstsein und strahlen das auch aus. Angela war genau das Gegenteil. Sie verhielt sich unauffällig und war unsicher.»

* Name der Redaktion bekannt. (fas)

Erstellt: 11.02.2016, 11:29 Uhr

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