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Vielseitiges Duo mit 1.-Liga-Erfahrung

Trotz einer schwachen Torquote spielt der FC Seefeld in der Gruppe 5 der interregionalen 2. Liga an der Spitze mit. Auch wegen der Neuzuzüge Alessio Pedrotti und Ardian Murtisi.

Von David Schweizer Die Ausbeute ist mager: 20 Tore erzielte der FC Seefeld in den bisherigen 18 Partien der Saison. Das ist der drittschlechteste Wert der Gruppe 5 in der interregionalen 2. Liga. Nur die wahrscheinlichen Absteiger Dulliken und Meisterschwanden trafen weniger. Trotzdem ist Seefeld auf Platz 4 klassiert. Der Quartierklub erzielte nicht nur wenige Tore. Er lässt auch nicht viele zu. Gemeinsam mit Thalwil stellen die Stadtzürcher mit 20 Gegentreffern die stärkste Defensive. Dennoch ist Reto Diem, ist mit dem Abschneiden in der Rückrunde nicht ganz zufrieden. Der Trainer ärgerte sich insbesondere über die Remis gegen Freienbach (0:0) und Meisterschwanden (1:1). Daneben wäre gegen Höngg (1:2) ein Punkt möglich gewesen. «Wir haben uns da schon mehr erhofft.» Diem hat in der Winterpause den besten Torschützen André Sisic (5 Treffer) an den Konkurrenten Oerlikon/Polizei verloren. Das im Angriff ohnehin dünn besetzte Seefeld muss damit im Sturm mehr improvisieren. Ganz vorne spielte zuletzt der erst auf die Rückrunde ins Kader nachgezogene Junior Claudio Coelho. Unterstützt wird er neuerdings von Alessio Pedrotti. Ein Schachzug von Diem, der sich am letzten Samstag beim 2:1 gegen Kosova bewährte. Der polyvalente und schnelle Pedrotti – zuvor als Aussenverteidiger und Flügelspieler eingesetzt – erzielte in seiner neuen Rolle beide Tore. Der 24-Jährige ist auf die zweite Saisonhälfte hin, gemeinsam mit Ardian Murtisi, vom Erstligisten Tuggen zu Seefeld gekommen. «Beide haben sich gut eingelebt», freut sich Diem an den beiden Leistungsträgern. Cupspiel vor über 4000 Fans Die Gründe für den Wechsel sind allerdings unterschiedlich. Der in Schwamendingen wohnhafte Murtisi verliess den Schwyzer Verein aus privaten Gründen. Der 30-Jährige ist zweifacher Familienvater. «Es wurde mir mit der Zeit zu viel.» Bei Tuggen war er in den letzten drei Jahren – unterbrochen von einem kurzen Abstecher zu Frauenfeld – stets eine wichtige Kraft. Der zumeist auf der Flügelposition eingesetzt Murtisi erlebte mit der zweimaligen Qualifikation für die Aufstiegsspiele zur Challenge League sowie zuletzt Mitte November mit dem Cup-Achtelfinal vor über 4000 Zuschauern gegen den FC Zürich (0:4) besondere Momente. Auch Pedrotti, im September 2007 vom U-21-Nachwuchs des FC Winterthur dazugestossen, war da schon mit dabei. Allerdings spielte er im starken Kollektiv von Tuggen nicht immer so eine tragende Rolle wie Murtisi. Bei den Höhepunkten war er einzig im Juni 2009 in den Partien gegen den späteren Aufsteiger Le Mont auf dem Platz. Ein Jahr später fehlte er gegen YF Juventus verletzungsbedingt. Beim Cup-Fest gegen den FCZ kam er nicht zum Einsatz. «Ich habe wenig gespielt. Da fehlte mir die Motivation für den grossen Aufwand», begründet er den Transfer zu Seefeld. Den Wechsel mit eingefädelt hatte Murtisi. Der Konkurrenzkampf bei Tuggen sei natürlich ungleich grösser. Für Pedrotti sei es wichtig gewesen, dass er wieder zu Spielpraxis kommt, betont sein Teamkollege. Die Qualität für die 1. Liga habe er aber auf jeden Fall. Vier der sechs Tore erzielt Bei den Stadtzürchern hat Pedrotti schnell den Rhythmus wiedergefunden. Bereits im ersten Meisterschaftsspiel in Dulliken (2:1) machten er und Murtisi mit ihren Toren den Unterschied. Damit erzielten die beiden Neuzuzüge vier der sechs Tore in der Rückrunde. Seefeld hat nun morgen Samstag im Derby bei Red Star (Allmend Brunau, 16 Uhr) die Gelegenheit, den Stadtrivalen mit einem Erfolg zu überholen. «Ein Sieg wäre wichtig, um weiterhin vorne mitspielen zu können», sagt Pedrotti. Murtisi, der nach einem Nasenbeinbruch sein Comeback geben wird, ist davon überzeugt. «Es ist alles möglich. Ich habe bisher noch keine Übermannschaft in der Gruppe gesehen.» Sie sind für Seefeld-Trainer Reto Diem Gold wert: Ardian Murtisi (r.) und Alessio Pedrotti kommen auf fast jeder Position zurecht. Foto: Dominique Meienberg

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