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Wallisellen und Dübendorf rücken dank 12er-Tram zusammen

Wallisellen/Dübendorf - Die benachbarten Glattalgemeinden Wallisellen und Dübendorf kommen sich nochmals ein gutes Stückchen näher. Am Samstag trafen sich 80 Behördenmitglieder auf dem Glattalbahnviadukt bei der künftigen Haltestelle Zentrum Glatt, um den Abschluss der Brückenbauarbeiten zu feiern. Von nun an legen die Gleis- und Fahrleitungsbauer Hand an.

Beim symbolischen Brückenschlag lobte Andreas Flury, Direktor der Verkehrsbetriebe Glattal (VBG) und Gesamtprojektleiter der Glattalbahn, das schnelle Vorwärtskommen. Wo vor 15 Monaten lediglich grosse Ballone die Streckenführung des geplanten Viadukts hätten erahnen lassen, stehe heute die 1,2 Kilometer lange Kunstbaute. Durch Eleganz, Ästhetik und Wirtschaftlichkeit zeichne sich das Bauwerk aus. Für die zeitgerechte und budgettreue Realisierung sei eine hohe Ingenieurs- und Handwerkskunst nötig gewesen.

Wallisellens Gemeindepräsident Otto Halter und Dübendorfs Stadtpräsident Lothar Ziörjen fügten ihre mitgeführten Tafeln, zwei überdimensionale Ziffern «1» und «2», zu einer «12» zusammen: ein symbolischer Akt für die Tramlinie 12, die ab 12. Dezember 2010 im Viertelstundentakt bis zu 960 Personen stündlich vom Flughafen bis zum Bahnhof Stettbach bringen wird.

«Neben den Grobverteilern SBB und Autobahn bringt die Glattalbahn eine völlig neue Qualität in die Verkehrserschliessung der Region», sagte Ziörjen. «Die heute vorherrschenden radialen ÖV-Verbindungen im Raum Glattal erhalten mit der Glattalbahn eine tangentiale Ergänzung.»

«Viadukte sind - wörtlich übersetzt - Wege, die hinüberführen. Seit alters dienen sie dazu, Hindernisse zu überwinden, aufeinander zuzugehen», doppelte Otto Halter nach. Er bezeichnete den Viadukt als Generationenwerk, das ein Versprechen an die nächste und übernächste Generation sei und das Glattal zusammenrücken lasse.

Im Anschluss lud Halter die Dübendorfer Delegation ein, die Walliseller auf ihre Seite hinüberzubegleiten, um sich ein Bild von dem im Frühjahr bezugsbereiten Zentrum Mittim und von der entstehenden Verkehrsdrehscheibe am Bahnhof Wallisellen zu machen.

9950 Kubikmeter Beton

Während sich der Viadukt von Wallisellen parallel zu den bestehenden Bahngleisen und mit einem Rechtsknick zum Glattzentrum emporhebt, schlängelt er sich danach über die siebenspurige Autobahn, je unter und über eine Autobahnausfahrt sowie über eine vierspurige Hauptstrasse bis zur Haltestelle Neugut, wo er wieder Boden gewinnt. Das 1209 Meter lange Bauwerk thront auf 100 Grossbohrpfählen. Total wurden 9950 Kubikmeter Beton verbaut: so viel wie für 11 Einfamilienhäuser.

Nach dem offiziellen «Brückenschlag» durfte sich die Bevölkerung einen Eindruck vom Viadukt verschaffen. Bei herrlichem Herbstwetter spazierten Hunderte auf eigene Faust über das zukunftsweisende Bauwerk. Blick aus 60 Meter Höhe, vom Hochhaus beim Glattzentrum: Über den Glattalbahnviadukt fahren ab dem 12. Dezember 2010 die Trams nach Stettbach. Fotos: Christoph Kaminski Lothar Ziörjen, Stadtpräsident Dübendorfs, Andreas Flury, Gesamtprojektleiter Glattalbahn, und Otto Halter, Walliseller Gemeindepräsident (v. l.), freuen sich auf den 12er.

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