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Was ist vom Zorn geblieben?

Heute jährt sich der Todestag von Fritz Zorn. «Mars», seine Brandschrift gegen das Goldküsten-Bürgertum, ist einzigartig geblieben. Kann an der Goldküste von heute noch gesellschaftskritische Literatur entstehen?

Adolf Muschg hat nach Männedorf in seinen kleinen Bibliothekspavillon geladen – es reihen sich die Werkausgaben von Homer bis Frisch –, und er erzählt vom Meilemer Literaten Fritz Zorn.

Ein bunter Hund sei Zorn gewesen, berühmt für seine Festivitäten und für seine Konversationslust, erinnert sich der Schriftsteller. Auch habe er sich sehr extravagant gekleidet, auffällig sei insbesondere sein Mantel gewesen – lang, schwarz, mit dunkelroter Fütterung. Muschg deutet Zorns Mode symbolisch: «Man sollte ihm den Schmerz nicht ansehen. Er hat seine Depression mit dem Habitus eines Lebemanns ummantelt.»

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