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WEF-Jets parkieren in Dübendorf

In diesen Tagen herrscht Hochbetrieb auf dem Flugplatz Dübendorf. Die Lärmbelastung für die Anwohner hält sich laut dem Flugplatzchef in Grenzen.

Von Manuela Moser Dübendorf – Das World Economic Forum (WEF) in Davos hat begonnen und dauert noch bis zum 30. Januar. Wie jedes Jahr werden die Privatjets der Gäste aus aller Welt entweder auf dem Flughafen Zürich oder auf dem Flugplatz Dübendorf parkiert. Dies geht über die dortige Kapazität von heuer 54 Fliegern hinaus. Laut Beat Herger, Chef des Flugplatzes, sind es dieses Jahr bis zu 30 Businessjets. «Das sind doppelt so viele wie im Vorjahr», sagt er. Die Grenze sei damit aber nicht erreicht. «Wir hätten noch Kapazität.» Die Lärmbelastung für die Anwohner hält sich laut Herger trotz der doppelten Anzahl parkierter Flieger in Grenzen. «Die Jets fliegen ja nur einmal an und einmal weg», sagt er. Einzig die Puma-Helikopter, die eine längere Startzeit brauchen, seien etwas laut. Diese starten auch sonst von dort aus, nur nicht so häufig in der Nacht wie während des WEF. Finanziell bringt es dem Militär nichts, die Flieger auf dem Flugplatz Dübendorf parkieren zu lassen, denn das Handling obliegt dem Air Force Center. Doch beweise man damit, so der Flugplatzchef, dass eine gemeinsame militärische und zivile Nutzung durchaus ein Erfolgsmodell sein könnte. Nebst der Parkplatzfunktion übernimmt die Drehscheibe Dübendorf während des WEF zwei weitere Aufgaben: Von hier aus starten Flugzeuge des Typs PC-7 für die Luftraumüberwachung. Und mit Pumas oder Cougars der Armee werden die Staatsgäste aus dem Ausland oder die eigenen Bundesräte und Parlamentarier transportiert – Personen also, denen ein sogenannter völkerrechtlicher Schutz des Gastlandes zusteht. Keine Stars in Dübendorf Wer aber meint, vor Ort irgendeine bekannte Person sichten zu können, irrt sich. «Niemand fliegt von Dübendorf aus nach Davos», sagt Herger. Alle Gäste steigen in Zürich um. Auf dem Flugplatz treffen lediglich ihre Flieger ein. Auch der Chef des Flugplatzes kann nicht in die Jets hineingehen. Diese werden mit einem Kleber versiegelt, um sicherzustellen, dass niemand während der Parkzeit ins Flugzeug eindringt. Laut Herger sammeln sich auf dem Flugplatz keine Planespotter – Menschen, die möglichst viele verschiedene Flugzeuge fotografieren wollen. «Die gehen eher nach Kloten, wo sie alle Flieger sehen.»

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