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Weniger, bewährte und billigere Ausländer

Der beste der neuen Söldner heisst Widing. Die Tigers sparen auch in diesem Bereich. Und nur der ZSC hat bereits jetzt ein Quintett definitiv unter Vertrag.

Nur 13 Ausländer sind neu in die National League A gekommen, drei davon mit befristeten Verträgen und nur wenige mit klingenden Namen. Dafür setzen die Klubs in Zeiten wirtschaftlicher Ungewissheit auf Bewährtes: Sieben Söldner wechselten den Arbeitgeber innerhalb der Liga. Die Übersicht über die Bewegungen des Ausländer-Karussells von Ambri bis Zug.

Ambri: Westrum/Law vereinigt

Für Naumenko kam mit Schneider ein anderen US-Verteidiger. Und Ambri komplettierte mit Fribourgs Law das Sturmduo Westrum/Law, das 2006 bei Houston die beiden ersten Plätze der AHL-Skorerliste belegte. Der Klub hat auch Laws Vorgänger Clarke noch unter Vertrag, für den bisher kein Abnehmer gefunden wurde.

Bern: Nr. 5 ist eine Frage der Zeit

Mit Vigier von Servette und dem Slowaken Bartecko, hat der SCB keine Transfercoups gelandet. Die beiden Stürmer sollen nicht in erster Linie Skorerpunkte sammeln, sondern hart fürs Team arbeiten. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, wann der fünfte Ausländer verpflichtet wird.

Biel: Vier Kanadier für Ruhnke

Kent Ruhnkes Team hat als einziges drei neue Ausländer und vier Kanadier unter Vertrag. Mit den in der NLA bewährten Stürmern Bordeleau (Bern) und Brown (Kloten) sowie dem aus Schweden geholten Verteidiger Jackman sowie Fata, der als Einziger bleiben durfte, muss Sportchef Kevin Schläpfer diesmal wohl nicht vier Ersatzausländer holen.

Davos: Zwei Schweden, ein Star

Trendsetter Arno Del Curto holte mit dem jungen Schweden Salmonsson als Erster einen Ausländer mit befristetem Vertrag (bis 30. 9.). Der frühe NHL-Draft ist talentiert, aber für mehr Spektakel dürfte sein ebenfalls neuer Landsmann Widing sorgen, der wohl beste neue Ausländer in der Liga. Er schoss zuletzt in Schweden zweimal über 20 Tore und soll auch beim HCD noch öfter treffen als sein Vorgänger Petr Sykora. Die tschechischen Center Marha und Taticek sorgen weiter für defensive Stabilität.

Fribourg: Aubin als neuer Steuermann

Coach Pelletier wünschte sich einen ausländischen Stürmer, der mehr für die Offensive tun kann als Hüne Chouinard. Es gelang, Serge Aubin zu verpflichten. Der Kanadier erreichte in seinen vier Jahren in Genf einen Punkteschnitt von 1,15 pro Partie und wurde in der vorletzten Saison von seinen Kollegen zum besten Spieler der Qualifikation gewählt.

Kloten: Noch mehr Ausländertore?

Der kanadische Stürmer Stevenson soll mehr Tore schiessen als sein Vorgänger, der Defensivcenter Brown. Die Frage ist nur, ob das ein Team braucht, das schon Rintanen und Santala hat. Mit dem Finnen Haakana holte Kloten für zwei Monate einen Backup für den angeschlagenen Hamr.

Lakers: Hoffen auf Österreichs Streit

Die Lakers haben ihr Auge eher auf zuverlässige Schweizer geworfen. Einziger neuer Ausländer ist der österreichische Verteidiger Thomas Pöck, der von Streits Islanders gekommen ist und offensiv mehr bringen soll als Vorgänger Lindström.

Lugano: Das Luxusteam

Nummelin und Robitaille waren schon da. Hinzu kamen nun der schwedische Verteidiger Akerman und US-Stürmer Hamilton. Mit Murray und Domenichelli verfügt Lugano noch über zwei in der Schweiz lizenzierte bzw. eingebürgerte Ausländer.

SCL Tigers: Schnäppchensuche

Die finanziell angeschlagenen Langnauer konnten von den Ausländern nur Verteidiger Murphy und Stürmer Setzinger halten. Dank externer Geldgeber fanden sie zum Saisonstart doch noch zwei weitere Söldner, die ihren Bedürfnissen gerecht werden. Der neue kanadische Stürmer Brooks hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und Verteidiger Naumenko nur einen Vertrag bis Ende Oktober.

Servette: McSorleys Gamble

Auch Genfs Coach und Sportchef Chris McSorley, der seine Ausländer bisher immer selbst importierte, holte mit Toms einen bewährten NLA-Spieler. Und er ist in Zeiten der Geldknappheit davon abgerückt, von Anfang an fünf Importe unter Vertrag zu nehmen. Seinem vierten, dem Kanadier Beech, gab er sogar nur einen Vertrag bis zum 12. 10. - in der Hoffnung, nach den NHL-Trainingscamps noch einen Besseren zu finden. Die Genfer sind - wie Lugano - auch am Lizenzschweizer Dan Fritsche interessiert, der auf Probe in Atlantas NHL-Camp weilt.

ZSC Lions: Sulanders Abschiedsjahr?

Die Lions haben als Einzige fünf Ausländer mit Verträgen bis Ende Saison im Team und als Einzige die gleichen wie im Vorjahr. Goalie Sulander dürfte zu weniger Einsätzen als zuletzt kommen - die Karriere des ZSC-Denkmals neigt sich wohl dem Ende zu.

Zug: Und ein neuer finnischer Goalie

Trotz den Abgängen im Sturm hat der EVZ als drittes Team einen ausländischen Goalie verpflichtet: Jussi Markkanen. Dies obwohl mit Tobias Stephan und Daniel Manzato zwei Schweizer auf dem Markt gewesen wären. Verteidiger Jay Harrison versucht es nochmals in der NHL (Carolina). Die Stürmer Josh Holden und Dale McTavish gehören zwar zu den Besten der Liga, sind aber verletzungsanfällig. (bmu./sis)

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