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Wie das Unterland 2030 aussieht

Die Planungsgruppe Zürcher Unterland denkt darüber nach, wie die Region in zwanzig Jahren aussehen soll. Sie bittet nun die Bevölkerung, mitzureden.

Von Sibille Schärer «Studien prognostizieren dem Unterland in den nächsten 20 Jahren ein Bevölkerungswachstum von 20 Prozent», sagt Regionalplaner Matthias Thoma von der Firma Ernst Basler und Partner. Er leitet das regionale Raumordnungskonzept (Regio-ROK). Thoma hat das Dokument im Auftrag der Planungsgruppe Zürcher Unterland (PZU) erstellt. Darin wird aufgezeigt, wie das Unterland in zwanzig Jahren aussehen soll. Um das überdurchschnittliche Bevölkerungswachstum lenken zu können, teilt die PZU die Siedlungsgebiete im Unterland in drei Raumtypen ein: dynamische städtische, moderat verdichtete und erneuerte ländliche Räume. Zu den dynamischen städtischen Räumen gehören Bülach, Dielsdorf und Embrach sowie Niederglatt, Oberglatt und Niederhasli. Hier sollen Einwohner und Arbeitsplätze deutlich zunehmen, deshalb muss dichter gebaut werden. Auch sollten diese Gebiete per S-Bahn in den Hauptverkehrszeiten im Viertelstundentakt erschlossen sein. Zu den moderat verdichteten Räumen gehören unter anderem Rafz, Eglisau, Glattfelden, die Kreisgemeinden von Bülach, Steinmaur und Teile des Wehntals. Diese Gebiete sollen an gut erschlossenen Lagen wachsen und verdichtet werden. Sorgfalt mit dem Boden Im Gegensatz dazu geht es in den ländlichen Räumen darum, die Dorfstrukturen zu erhalten. PZU-Präsident Hanspeter Lienhart versichert, dass auch ländliche Gemeinden wachsen dürften, einfach innerhalb ihrer Siedlungsstrukturen. «Mit Boden, der noch nicht verbaut ist, müssen wir äusserst sorgfältig umgehen», sagt er. Auch die Siedlungen rund um den Flughafen will die PZU wachsen lassen – dank Schallschutzmassnahmen. In stark von Fluglärm belasteten Gebieten soll vornehmlich Raum für Arbeitsplätze, in weniger stark belasteten Gebieten dagegen Wohnraum entstehen. Die PZU wünscht sich zudem einen verdichteten Fahrplan im öffentlichen Verkehr. Denn dieser soll das erwartete Verkehrswachstum auffangen können. Die Strassen müssen «angemessen leistungsfähig» und so geführt sein, dass die Siedlungsgebiete und die naturnahen Räume geschont werden. Schliesslich will die PZU, dass das Unterland die Kornkammer des Kantons bleibt. Daher sollen die grossen landwirtschaftlichen Flächen auch künftig der Nahrungsmittelproduktion dienen. Die Kieskammer des Kantons soll die Region jedoch nur beschränkt bleiben. «Die landschaftlichen Eingriffe des Kiesabbaus wollen wir minimieren», erklärt Thoma. Aufgefüllte und nicht genutzte Flächen müssten für die Natur oder die Landwirtschaft nutzbar werden. www.planungsgruppe-zu.ch

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