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Wie Tausende Franzosen die Stadt Winterthur besetzen

Anlässlich der 750-Jahr-Winterthur-Feiern zeigt das Freilichtspiel «Guete Bonjour!» auf unterhaltsame Weise ein Stück wenig bekannter Stadtgeschichte.

Madame Serras (Marie Burkhardt) mit ihrem Gemahl, dem Général (Laurent Auberson). Foto: PD
Madame Serras (Marie Burkhardt) mit ihrem Gemahl, dem Général (Laurent Auberson). Foto: PD

Das Modewort Dichtestress war vor 200 Jahren sicher noch nicht bekannt. Doch genau mit diesem Phänomen sah sich die Stadt Winterthur 1798 konfrontiert. 12'000 französische Soldaten der Revolutionsarmee besetzten das damalige Städtchen mit seinen 3000 ­Bewohnern. Ein Teil empfand den Einmarsch der Franzosen als Befreiung und hoffte auf mehr Freiheit und Demokratie. Tatsächlich musste die Aristokratie sehr bald einen Teil ihrer Macht abgeben. Schon ein Jahr später war Winter­thur Schauplatz des Krieges zwischen Frankreich und der Koalition von Österreich, Russland und England. Bei Oberwinterthur und auf dem Grüzefeld kam es zu blutigen Gemetzeln. Die Österreicher waren nun die Herren in der Stadt. Eine weitere Schlacht folgte. Diesmal unterlag aber die Koalition, und die Franzosen blieben siegreich.

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