Zum Hauptinhalt springen

Wieder eine Debatte über die Schulsozialarbeit

Der Adliswiler Gemeinderat befasst sich am Mittwoch mit dem heissen Eisen Schulsozialarbeit. Der Stadtrat lehnt den Vorschlag der Schulpflege dazu ab.

Neben den beiden Schulvorlagen beschäftigt sich der Adliswiler Gemeinderat am Mittwoch mit parlamentarischen Vorstössen. So begründen die Freien Wähler ihre Motion, die die Aufhebung von Stillen Wahlen verlangt. Ihr Ansinnen beruht darauf, dass der gegenwärtig amtierende Stadtrat ohne Wahlen bestimmt wurde, da für die sieben zu vergebenden Sitze sich nur sieben Kandidaten beworben hatten. Im Weiteren werden noch vier Interpellationen begründet. In der allgemeinen Fragestunde dürften dann wohl auch die mutmasslichen Misshandlungen von Pensionären in Adliswiler Alterseinrichtungen zum Thema werden. Die Fragestunde geht der eigentlichen Debatte im Adliswiler Gemeinderat vor. Der Adliswiler Gemeinderat tagt am 6. Oktober um 18.30 Uhr in der Aula des Schulhauses Hofern. Die Sitzung ist öffentlich. (mor) Von Marco Morosoli Adliswil – In Adliswil wird die Schulsozialarbeit zurzeit in drei Schulhäusern angeboten. Dafür stehen 1,9 Stellen zur Verfügung. Die Schulpflege hat schon verschiedene Versuche unternommen, die Schulsozialarbeit flächendeckend einzuführen (der TA berichtete). Doch der Gemeinderat ist darauf bisher wiederholt nicht eingetreten. Der Grund: Die von der Schule vorgeschlagenen Varianten seien zu teuer. Auch die am Mittwoch im Gemeinderat zur Debatte stehende Vorlage dürfte im Rat einen schweren Stand haben. Darin verlangt die Schulpflege für die flächendeckende Schulsozialarbeit in Adliswil einen Stellenetat von 3,32 Stellen. Die dazu benötigte Erhöhung von 1,42 Stellen würde Adliswil zusätzlich pro Jahr 186 000 Franken kosten. Das ist dem Stadtrat zu viel. Er lehnt die Vorlage ab. Die Meinung der Gemeinderatsparteien zum Geschäft ist im Vorfeld der Sitzung nicht erhältlich. Die Fraktionsberichte sind vor der Gemeinderatssitzung nicht mehr öffentlich zugänglich (der TA berichtete). SP für Ausbau Schulpräsidentin Rita Rapold (CVP) setzt also nicht auf eine abgespeckte Lösung, die im Gemeinderat eher eine Mehrheit finden könnte. «Unser Vorschlag ist die Antwort auf eine von der Legislative im Februar erheblich erklärten FDP-Motion», begründet Rapold ihr Vorgehen. Dass die FDP-Motion für die drei zusätzlichen Schulhäuser nur eine moderate Erhöhung der heutigen Mittel von 0,5 Stellen für die Schulsozialarbeit nach kantonalen Empfehlungen verlangt, verschweigt Rapold nicht. Doch die Schulpflege wolle mit ihrer detaillierten Auslegeordnung in Sachen Schulsozialarbeit zeigen, was ihres Erachtens für diese Dienstleistung notwendig ist. Jetzt liege der Ball beim Gemeinderat. Er müsse bestimmen, welche Mittel er für die Schulsozialarbeit zur Verfügung stellen wolle. Lehnt die Adliswiler Legislative den dritten Vorschlag der Schulpflege ab, bleibt alles wie bisher. Nur das Volk könnte an diesem Zustand noch etwas ändern. Die SP hat im April eine Initiative eingereicht. Sie fordert die Einführung der flächendeckenden Schulsozialarbeit. Das SP-Volksbegehren deckt sich dabei bezüglich der Forderungen weitgehend mit denjenigen der Schulpflege. Wann diese Volksabstimmung stattfinden wird, ist noch ungewiss. Rapold rechnet erst für nächstes Jahr damit. 8,8 Millionen fürs Kopfholz Auch beim zweiten Traktandum der Gemeinderatssitzung ist die Schulpräsidentin Rita Rapold gefordert. Es geht um die Erweiterung des Schulhauses Kopfholz. Am 17. März hatte der Gemeinderat den Projektierungskredit von 488 000 Franken für diesen Bau abgelehnt. Er verlangte gleichzeitig, die ursprünglichen Kosten von 9,8 Millionen Franken um 10 Prozent zu reduzieren. Diese Vorgabe hat die Schulpflege inzwischen erfüllt. Durch den Verzicht auf Räume im Ausmass von 250 Quadratmetern konnten sieben Prozent der Kosten eingespart werden. Die noch fehlenden Einsparungen von drei Prozent sollen bei der Umgebungsgestaltung, beim Ausbau und den Materialien erzielt werden (der TA berichtete). Rapold ist zuversichtlich, dass dank der Einsparungen der Gemeinderat nun dem Projektierungskredit zustimmt. Bei einem Durchwinken der Kopfholz-Erweiterung soll das 8,8 Millionen teure neue Gebäude in drei Jahren bezugsbereit sein.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch