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Winterthur hat sich verrechnet und will den Steuerfuss um 5 Prozent erhöhen

Sparen alleine hilft Winterthur nicht aus dem Finanzloch. Der Stadtrat will deshalb den Steuerfuss um 5 auf neu 127 Prozent erhöhen. Damit wäre die Eulachstadt die Steuerhölle des Kantons Zürich.

Bei den Finanzen verrechnet: Sitz der Stadtregierung von Winterthur.
Bei den Finanzen verrechnet: Sitz der Stadtregierung von Winterthur.
Keystone

Anfang Mai hatte der Stadtrat den ersten, 32 Millionen Franken umfassenden Teil des im Januar gestarteten Sparprogramms «effort 14» vorgestellt. Finanzvorsteherin Yvonne Beutler (SP) sprach damals von einem Loch in der Stadtkasse in Höhe von 55 Millionen. Mit «effort 14» sollte dieses gestopft werden. Ursprünglich war man in Winterthur von einem Defizit von 35 Millionen ausgegangen, doch inzwischen hatte der Kanton mitgeteilt, dass von ihm 15 Millionen weniger zu erwarten ist.

Nun zeigt sich, dass der Fehlbetrag nicht 55, sondern sogar 62 Millionen Franken beträgt. Der Stadtrat hat deshalb eine zweite Tranche des Sanierungspakets in Höhe von 15 Millionen Franken beschlossen. Dazu kommt nun auch eine Steuerfusserhöhung um 5 Prozent, die 13 Millionen einbringen soll. Und der Kanton soll angegangen werden, ob er «im Sinne einer Notmassnahme» 3 Millionen zusätzlich entrichten könnte (womit sogar ein Plus von 1 Million resultieren würde).

Höchster Steuersatz des Kantons

Die heute präsentierten Massnahmen betreffen alle Departemente und werden «an vielen Orten deutlich spürbar», wie der Stadtrat schreibt. Besonders hart trifft es das Stadtpersonal: 38,3 Stellen werden gestrichen. Möglichst viele davon will die Stadt über «natürliche Fluktuation» auffangen. Es wurde ein Sozialplan ausgearbeitet. Betroffene würden bei der Stellensuche unterstützt, versichert die Stadtregierung.

Mit 127 Prozent hätte Winterthur den höchsten Steuerfuss des Kantons. Derzeit haben inklusive der Eulachstadt gut zwei Dutzend Gemeinden einen Steuerfuss von 122 Prozent.

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