Spalierstehen für Seine Heiligkeit

Hunderte von Gläubigen begrüssten den Dalai Lama vor dem Tibet-Institut in Rikon mit Trommeln, Tanz und heiligem Rauch.

Video: Christoph Landolt

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Tanzende Mädchen in farbenfrohen Trachten, Trommelschläge und Hörnerklang: Man hätte sich im tibetischen Hochland gewähnt, wären da nicht der mitteleuropäische Mischwald und ein weisser BMW der Zürcher Kantonspolizei.

Der Dalai Lama schritt – stets von einem Pulk von Leibwächtern umgeben, welche die Fotografen fernhielten – die letzten Meter am Spalier der Wartenden entlang. Er schüttelte die Hände seiner Exil-Tibeter, hängte Gebetsschals um, lächelte. Eine deutsche Mittfünfzigerin übermannte spirituelle Verzückung, als der Dalai Lama vorüberging.

Tournee mit Halt im Tösstal

Schon früh am Morgen, lange bevor die Limousine seiner Heiligkeit eintraf, pilgerten die Tibeter in ihren traditionellen Gewändern den schmalen Weg hoch und versammelten sich vor den Toren des Klosters. Mönche in roten Roben lächelten; die Älteren, des Deutschen oft nicht mächtig, warteten mit steinerner Miene; die Jüngeren unterhielten sich lachend, die Sonnenbrille im Haar.

Für die vielen Tibeter, die sich im Tösstal angesiedelt haben, aber auch aus anderen Flecken der Schweiz hierher geströmt sind, ist der Besuch des Dalai Lama ein Grossereignis – auch wenn er dem Tibet-Institut in Rikon bereits zum 14. Mal einen Besuch abstattet.

Die Tourneen des geistigen Führers der Tibeter, der seit der chinesischen Okkupation kein weltlicher mehr ist, führen ihn um die ganze Welt. Unermüdlich trifft Tendzin Gyatsho, der 14. Dalai Lama, Staatsmänner, füllt Kongresszentren und sucht die Nähe zu seiner Gemeinde. Auf dass er sein Exil im indischen Dharamsala dereinst wieder mit dem Potala-Palast in Lhasa tauschen kann.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 08.04.2010, 14:30 Uhr

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