Farbanschlag auf Natalie Ricklis Wohnhaus

In der Nacht auf heute haben unbekannte Täter im Raum Winterthur mehrere Fassaden verschmiert. Der Anschlag richtet sich gegen mehrere Exponenten der SVP.

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«Natalie wir kriegen dich.» Mit diesen Worten war der Eingang eines Wohnhauses in Winterthur verschmiert. Mit «Natalie» meinen die unbekannten Täter Natalie Rickli, die im Haus wohnt und für die SVP im Nationalrat sitzt. Diese anonyme Drohgebärde war den Tätern offenbar noch nicht genug: Sie haben eimerweise Farbe ausgeschüttet und Ricklis Briefkasten mit Sekundenleim zugeklebt. Vor dem Haus sprayten sie in grossen Buchstaben «Klassenkampf statt Rassismus» an einen Zaun.

Die Attacke gegen Rickli ist nicht die einzige gegen Mitglieder der SVP im Raum Winterthur: Auch der Nationalrat Jürg Stahl und Alt-Kantonsrat Rainer Heuberger wurden Opfer eines Farbanschlages, wie die Winterthurer Stadtpolizei bestätigt. Auch das Haus von Kantonsrat Yves Senn wurde verschmiert. Er werde Anzeige gegen die Täter einreichen, schreibt er in einer schriftlichen Mitteilung.

«Wir haben hier in Winterthur immer wieder Probleme»

«Das ist zutiefst antidemokratisch», sagt Rickli zur anonymen Drohgebärde. «Die Täter sind dumm und feige. Wer in der Schweiz etwas zu sagen hat, soll gefälligst zu seiner Meinung stehen.» Das ist, was die Politikerin Rickli zum Anschlag zu sagen hat. Was die Drohung in ihr als Mensch auslöst, das will sie für sich behalten.

Hinter der Attacke vermutet Rickli linksextreme Kreise. «Wir haben hier in Winterthur immer wieder Probleme mit Leuten aus dieser Szene.» Kürzlich hätten Autonome die Scheiben des Hotels Wartmanns eingeschlagen, als die SVP ein Treffen abhielt. An einer Veranstaltung im Musik Club Albani hätte die Polizei vermummte Autonome davon abhalten müssen, den Anlass zu stören. (pak/hoh/fsc)

Erstellt: 27.12.2010, 13:29 Uhr

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