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Winterthurs Warzenbunker

Das neue Einkaufszentrum Rosenberg stösst wegen seiner Noppen-Fassade und seiner riesigen Dimensionen auf Kritik. Der Zürcher Architekt Walter Wäschle spricht von Champagner-Perlen.

Gewöhnungsbedürftig: Der Rohbau des neuen Einkaufszentrums neben den Pünten auf dem Rosenberg.
Gewöhnungsbedürftig: Der Rohbau des neuen Einkaufszentrums neben den Pünten auf dem Rosenberg.
Tom Kawara

Wuchtig erhebt sich der graue Neubau neben den Püntenhäuschen auf dem Rosenberg. Das im Rohbau fertiggestellte neue Einkaufszentrum wird dereinst gegen 40 Läden und rund 150 Wohnungen aufweisen. Wie aus einem Guss liegen die vier Wohnblöcke auf dem Sockel, in dem die Läden untergebracht sind. Die Betonfassade ist mit Platten verkleidet und mit runden Betonnoppen übersät. Jugendliche sehen darin eine Art moderne Kletterwand, andere wiederum betiteln den Neubau als Warzenbunker. Der ehemalige Stadtarchitekt Ulrich Scheibler sah sich «an die Plattenbauten der DDR erinnert», wie er in einer Architekturkritik im «Landboten» schrieb. Er bezeichnete den Neubau als «abweisenden, im Massstab verfehlten Baukomplex», der mass- und rücksichtslos mit schweren Betonelementen verkleidet wurde.

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