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Wo Kunst und Gewerbe sich treffen

Das neue Gewerbe- und Kulturzentrum kostet 30 bis 40 Millionen und bringt 200 Arbeitsplätze nach Thalwil.

Thalwil - Gemeindepräsidentin Christine Burgener (CVP) hat die Pläne bereits unterschrieben, heute wird das Baugesuch eingereicht. Das Gewerbe-und Kulturzentrum (GuK) ist eines der grössten Projekte dieser Art, das in letzter Zeit geplant wurde. Ebenfalls heute wird das Bauprofil auf der gemeindeeigenen Parzelle an der Schützenstrasse ausgesteckt. Geplant ist ein zweiteiliger Bau mit zwei Ober- und zwei Sockelgeschossen, die sich in den Hang graben. Dieser war der Zielhang des Thalwiler Schützenhauses. Die Gemeinde wird vor Baubeginn die Altlasten für zwei Millionen Franken sanieren und die oberste Schicht des Bodens abtragen.

Die Sockelgeschosse haben eine Fassade aus Kalksandstein, während die Obergeschosse mit grossen Fenstern und blauen Holzwerkstoffplatten gestaltet sind. Farbige Lüftungslamellen setzen einen Akzent. Vorgesehen ist auch ein öffentliches Café, wo sich Handwerker und Passanten verpflegen können. Erschlossen werden die Gewerbeflächen über die Schützenstrasse und einen erhöht hinter dem Gebäude liegenden Vorplatz. Zum Waldrand hin soll eine Erholungszone für die Benutzer entstehen - mit Sitzplätzen und einem Weiher, der auch als Rückhaltebecken für Regenwasser dient.

Bis 40 Millionen Bauvolumen

Insgesamt 50 600 Kubikmeter Gewerbe- und Atelierräume sind geplant. Etwa die Hälfte davon ist bereits reserviert (siehe Kasten). Für ein weiteres Drittel gibt es Interessenten. Insgesamt beträgt das Bauvolumen zwischen 30 und 40 Millionen Franken, wie Felix Sponagel, Gesellschafter der GuK GmbH und Teilhaber des Thalwiler Architekturbüros Archplan, sagt. Die Gesellschafter der GuK GmbH kommen aus dem Umfeld der Archplan; das Büro hat das Projekt auch erarbeitet. Statt die Räume zu mieten, kaufen die Gewerbetreibenden und Kulturschaffenden ihre Fläche im Stockwerkeigentum. Die GmbH dient als Promotorin und übernimmt den Verkauf. Wenn der Bau realisiert ist, entsteht zusammen mit den Gewerbetreibenden eine Betriebsgesellschaft.

Ursprünglich wollte die Gemeinde das Land in kleinere Parzellen unterteilen und es einzelnen Gewerbebetrieben verkaufen. Das Projekt der GuK GmbH vermochte aber den Gemeinderat zu überzeugen, weil es ein kompaktes Gebäude vorsieht, in dem die Flächen frei unterteilbar sind. «So nutzen wir das Gelände optimal aus und schaffen ein energetisch effizientes Gebäude», sagt Sponagel. Er freut sich, dass es ihm gelang, in Thalwil Gewerberaum zu schaffen und so «die manuelle Intelligenz nach Thalwil zu holen», wie er sagt. Die bisherigen Käufer garantieren etwa 100 Arbeitsplätze - wenn alles verkauft ist, sollen weitere 100 dazukommen. Bedenken, dass er die noch unverkaufte Fläche nicht loswird, hat Sponagel keine.

Die Gemeindepräsidentin lobt

Auch Gemeindepräsidentin Christine Burgener ist voll des Lobes für das Projekt. «Ich freue mich, wenn wir in Thalwil Arbeitsplätze erhalten können», sagt sie. Der geplante Bau sei «schön» und die Fläche «gut ausgenützt». Besonders gefällt ihr der Gedanke, Gewerbe mit Kultur zu mischen. Für die Entwicklung der Steuereinnahmen der Gemeinde wagt sie noch keine Prognose. Sie erwartet aber keine grossen Änderungen: «Etwa 5 Prozent unserer Steuerzahler sind juristische Personen. Mit dem GuK wird sich dieser Satz nicht gross verändern.» Blaue Holzwerkstoffplatten und bunte Lüftungslamellen sorgen für Farbe. Hier die Ansicht von der Schützenstrasse. Visualisierung: PD

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