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Wümet mit vielen Helfern in den Rebbergen

Im Oberland ist die Zeit der Weinlese. Die Winzerinnen und Winzer zeigen sich zufrieden mit ihrer Ernte.

Wümmet bei besten Bedingungen: Zwei Dutzend Helfer lasen gestern Mittwoch auf dem Wildsberg am Greifensee den Blauburgunder.
Wümmet bei besten Bedingungen: Zwei Dutzend Helfer lasen gestern Mittwoch auf dem Wildsberg am Greifensee den Blauburgunder.
Christoph Kaminski

September und Oktober sind die Monate der Weinlese. Dann stellt sich für die Weinbauern heraus, wie sehr sich ihre Arbeit gelohnt hat. Bereits Bilanz ziehen kann Ruedi Frei aus Freudwil. Er hat den Wümmet schon vor drei Wochen beendet. Allerdings hat er nur weisse Trauben; diese werden vor den roten geerntet. «Mengenmässig sind es mehr Trauben als im letzten Jahr, mit der Qualität bin ich mittelmässig zufrieden», sagt Frei. Vom Hagel blieben seine Trauben verschont. Frei hat auf sechs Aren Rebstöcke, welche er hobbymässig bewirtschaftet. Den daraus produzierten Wein verkauft er auf dem Hof und an die Besenbeiz in Niederuster. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sei die Weinlese diesmal später, sagt Frei.

Auch Ruedi Honegger aus Stäfa ist dieser Meinung, weil es im September 20 Sonnenstunden weniger gegeben habe. Honegger hat mit dem Wümmet in den Stäfner- und im Gossauer Rebberg auf der Altrüti begonnen. Mit dem Ertrag und der Qualität zeigt er sich sehr zufrieden. Honegger bewirtschaftet auf 2,7 Hektaren Reben, aus denen er selber Wein herstellt. Er verkauft ihn zu über 70 Prozent an Privatkunden, den Rest an die Gastronomie. Ausserdem pflegt er für die Kellerei Höngg noch zwei weitere Hektaren mit Reben. Seine rund zwölf Helfer stammen aus dem Familien- und Freundeskreis oder sind Pensionierte.

Eveline Heusser aus Uster hat auch schon mit der Lese der weissen Trauben am Burghügel begonnen. Mit der Qualität ist sie sehr ufrieden. Etwas anders sieht es mengenmässig aus: «Die Ernte der weissen Trauben ergibt diesmal zwischen 7000 und 9000 Kilogramm. Das ist ist aber weniger als in anderen Jahren», sagt sie. Grund dafür sei, dass sie viel Trauben herausgeschnitten habe, da sie sonst gefault hätten. Heusser hat insgesamt auf 1,5 Hektaren Rebstöcke, 30 Aren davon sind rote.

Die Gutenswiler Katharina und Theodor Temperli bewirtschaften auf einer halben Hektare Reben. Rund ein Drittel der Trauben sind weiss, welche sie bereits geerntet haben. Katharina Temperli ist sowohl mit der Qualität als auch mit der Quantität zufrieden. «Wir sind zwischen zehn und zwanzig Helfer, dann geht es zackig», sagt Temperli.

Gestern Mittwoch las der Greifenseer Rebbauer Fritz Meier seine Blauburgundertrauben am Wildsberg. Weil ihm nicht weniger als 25 Helferinnen und Helfer zur Hand gingen, kam die Arbeit flott voran. Der zweite Grund: Die Trauben wiesen sehr wenig faule Beeren auf, die herausgeschnitten werden müssten. Den Zuckergehalt konnte Meier im Laufe des Nachmittags noch nicht beurteilen. «Wir warten noch auf die Kontrolleurin Gabi Stella.» Er rechnet aber mit einer guten Qualität.

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