Yello-Sänger baut sein Gastro-Imperium aus

Von der Innenstadt ins Aussenquartier: Dieter Meier eröffnet nächste Woche ein neues Restaurant.

Erstmals in einem Aussenquartier: Dieter Meier eröffnet im Freilager ein neues Restaurant.

Erstmals in einem Aussenquartier: Dieter Meier eröffnet im Freilager ein neues Restaurant. Bild: Patrice Siegrist

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Dieter Meier will es wissen: Der Zürcher Musiker (Yello), Hightechunternehmer und Rinderfarmbetreiber in Argentinien, eröffnet am 20. Oktober bereits sein drittes Restaurant in Zürich. Dabei handelt es sich um eine Brasserie. Sie liegt inmitten der Grossüberbauung auf dem Areal des ehemaligen Zollfreilagers in Albisrieden. Das Quartierlokal mit 16 Beschäftigten ist 300 Quadratmeter gross und bietet innen für 70 und aussen für 50 Personen Platz. Zusätzlich gibt es ein Café/Bar mit 40 Plätzen.

Tausendsassa Meier ist zwar das Promi-Aushängeschild des neuen Restaurants, hat aber Geschäftspartner an seiner Seite: Nicolas J. Maeder, Marco Pero und Patrik Bruderer. Damit weitet Meier sein Gastro-Imperium in Zürich weiter aus: Restaurant Bärengasse sowie Atelier Bar sind zwei weitere Betriebe, bei denen er involviert ist, zudem ist er Inhaber eines kleinen Weinkontors in der Nähe des Bally-Gebäudes.

Gegend mit viel Potenzial

Es ist für den kreativen Unternehmer aussergewöhnlich, dass er sich mit einem Gastrobetrieb in ein Aussenquartier wagt, weit weg beispielsweise von der Bärengasse, deren Sitz im Innenhof der Credit Suisse am noblen Paradeplatz liegt.

Ein Problem mit dem weniger zentral gelegenen Ort hat Geschäftspartner Nicolas J. Maeder keine. «Dieter Meier war sofort von der Idee und dem Ort begeistert.» Es sei ein spannendes Quartier mit viel Potenzial. Wird man Meier ab und zu persönlich in der Brasserie Freilager antreffen können? «Klar, wenn er in Zürich ist, wird er sicher ab und zu vor Ort sein.» Neben seiner Aufgabe, für hochwertiges Fleisch und Wein zu sorgen, würde er mit seinen Bildern und Objekten neue Impulse geben.

Kleine Speisekarte zur Eröffnung

Zurzeit verpassen die Handwerker den Innenräumen der Brasserie den letzten Schliff. Das Freilager soll ein modernes, elegantes, aber trotzdem gemütliches Lokal werden. Durchaus speziell: Es befindet sich in den ehemaligen Lagerräumen des 1923 gegründeten ehemaligen Zollfreilagers.

Ein Flugblatt am Fenster weist auf das neue Quartierlokal hin. Bild: Patrice Siegrist

Im Brasserieteil erwarten den Gast bei den Gerichten eine Kombination aus regionaler und gutbürgerlicher Küche mit saisonalem Gemüse sowie hausgemachte Pasta und natürlich das Rindfleisch von Dieter Meier aus seiner Estancia in Argentinien. Als Küchenchef amtet Matthias Widmer (der von der Bärengasse kommt) mit einem jungen Team. Maeder: «Unsere Speisekarte ist zur Eröffnung bewusst klein gehalten und wird später noch ausgebaut.»

Die Freilager-Siedlung mit den 800 Wohnungen ist sozial gut durchmischt, von Studierenden über junge Familien bis zu Bewohnern teurer Lofts. Laut Maeder will man versuchen, im Restaurant für jedes Budget etwas anzubieten. «Für uns ist genau diese Mischung aus verschiedenen Bewohnern der Siedlung das Spannende und Herausfordernde am Freilager.»

Auch Besetzer sind willkommen

Stichwort Verkehrsanbindung. Die Grossüberbauung liegt nicht im Stadtzentrum. Maeder erwartet auch gar nicht erst, dass die Gäste von weit her anreisen. «Grundsätzlich sprechen wir die Leute in der Umgebung an.«Kurz gesagt: Am Mittag sind das die Firmen, am Abend die umliegenden Anwohner. «Und wenn wir Qualität auf den Teller und in den Service bringen, sind wir überzeugt, dass dann auch von ausserhalb Gäste kommen.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.10.2016, 12:45 Uhr

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