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Yoga mit dem Publikum, lachen über Leuenberger

Komödiant Fabian Unteregger machte auf seiner Tournee halt in Oberrieden. Sein Solo- programm «Showbiss» kam beim Publikum bestens an.

Von Ueli Zoss Oberrieden – Fabian Unteregger hatte in der ausverkauften Pünthalle die ersten Lacher rasch auf seiner Seite. Dem Zürcher Entertainer gelang es in der Folge, das Publikum knapp zwei Stunden lang mit Wortwitz, Charme und einer gehörigen Portion politischer Unkorrektheit bei Laune zu halten. Nach drei «Vorhängen» folgte als krönender Abschluss die Zugabe. Unteregger schlüpfte nochmals in seine Paraderolle, für die er nationale Berühmtheit erlangt hat: Er imitierte Moritz Leuenberger perfekt. Köstlich, wie Unteregger sein Alter Ego an den Rand eines Nervenzusammenbruches brachte, als dieses im Begriff war, das Abonnement eines führenden Kabelnetzbetreibers zu kündigen. Leuenberger war als Running Gag des Stücks schon früh zu Wort gekommen, wurde aber von Unteregger immer wieder auf später vertröstet. Der ehemalige Verkehrsminister kam schliesslich ausgiebig zum Zuge. Herrlich, wie er – speziell auf Oberrieden zugeschnitten – vorschlug, die beiden Bahnhöfe im Ort mit einer Seilbahn zu verbinden. Ein Multitalent In «Showbiss» parodiert Unteregger viele weitere Promis. Das ist nicht a priori lustig. Wie er es anpackt aber allemal. Mit einem Rechtsrutsch kündete er Christoph Mörgeli an, um postwendend das rechte und das linke Ufer wieder auf Versöhnungskurs zu bringen. Der Künstler überzeugte ebenso mit musikalischen Intermezzi, Pantomimen und Tanzeinlagen. Eingebettet waren seine Sketche in eine Handlung, die ihn von der Kasse eines Supermarktes bis zur Mister-Schweiz-Wahl führte. Unterwegs kommunizierte er mit dem Publikum und brachte es zustande, dass sich die Zuschauer allesamt in Yoga übten. Die Lacher hatte er ebenso auf sicher, wenn er zur Persiflage über Sport-Promis wie Alain Sutter, Roger Federer und Ottmar Hitzfeld ansetzte. Der Hakan Yakin habe aber gefehlt, sagte ein Fan zu Unteregger, als es sich der Performer nicht nehmen liess, sich persönlich von einem Teil des dankbaren Publikums zu verabschieden. «Der Hakan hatte frei», antwortete er schlagfertig. Rund 200 Karten hatten im Vorverkauf einen Abnehmer gefunden, schliesslich füllten 400 Zuschauer die Pünthalle. «Das Publikum in Oberrieden ist schnell und gut in Fahrt gekommen», setzte es von Unteregger ein Lob ab.

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