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Zahl der stationären Patienten im Spital Uster sank leicht

Das Spital Uster hat ein gutes Jahr hinter sich. Die Rechnung schliesst drei Prozent über Budget, die Kosten übersteigen erstmals die 100-Millionen-Grenze.

Uster - Ausgenommen die Zahl der stationären Patienten, weisen alle Kennzahlen des Spitals Uster nach oben. Dass die Anzahl der stationär behandelten Patienten leicht um 137 auf 10 055 abnahm, liegt daran, dass wegen der medizinischen Entwicklung eine Verlagerung hin zu den Tageskliniken oder Ambulatorien stattgefunden hat. Laut Spitaldirektor Andreas Mühlemann hat dies dazu geführt, dass dank der höheren Frequenzen 1,3 Millionen Mehrerträge im ambulanten Bereich erwirtschaftet werden konnten. Diese Entwicklung sei volkswirtschaftlich sinnvoll. Der Betriebsertrag ist dank steigender Einnahmen auf 74,9 Mio. Franken gestiegen. 53 Millionen stammen aus dem stationären Bereich, 19,2 Millionen aus dem ambulanten. Der Zuwachs im stationären Bereich betrug 2,3 Mio. Franken, dies bei sinkender Patientenzahl. Ein Grund für das Wachstum ist die leicht gestiegene Aufenthaltsdauer. Sie stieg um 0,22 auf 7,07 Tage. Erhöht hat sich auch die Bettenauslastung, sie stieg von 92 auf 94 Prozent. Die Zahl der Pflegetage lag 2009 bei 71 000. Stationär behandelt wurden 37 800 Patienten, das sind 2100 mehr als im Vorjahr.

Steigt die Zahl der Patienten und der Pflegetage, wachsen automatisch auch die Betriebskosten. Erstmals in der Geschichte des Spitals Uster sind sie letztes Jahr auf über 100 Millionen Franken angewachsen. Waren es 2008 noch 97,3 Mio. gewesen, stieg die Zahl letztes Jahr 100,9 Mio. Franken. Muss mehr Arbeit geleistet werden, wirkt sich das auch auf den Stellenplan aus. Die Zahl der Voll- stellen stieg um 12 auf 627. Berücksichtigt man die Teilzeitstellen, waren Ende 2009 insgesamt 962 Personen im Spital Uster beschäftigt.

Gemeinden decken Defizit

Das Gesamtergebnis ist um 3 Prozent besser ausgefallen als budgetiert, was 0,7 Mio. Franken entspricht. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Verbesserung um 200 000 Franken. Der Leistungszuwachs betrug 4 Prozent, was sich vor allem im ambulanten und teilstationären Bereich auswirkt. Bei der Behandlung von privat und halbprivat versicherten Patienten erzielte das Spital Uster gute Deckungsbeiträge. Weil die Tarife der allgemein versicherten Patienten nur 50 Prozent der Kosten ausmachen dürfen, müssen die Verbandsgemeinden und der Kanton für das Defizit aufkommen. Die Summe betrug 2009 rund 26 Mio. Franken. Im Vergleich zum Budget waren das 3 Prozent weniger, im Vergleich zum Vorjahr 1 Prozent weniger.

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