Zum Hauptinhalt springen

Zauberer und Zampano

KolumneWerner Schweizer Das Orakel von Bendlikon hat sich seit der Einführung des Eishockey-Playoffs vor 25 Jahren über die Grenzen hinaus bis in die NHL einen Namen gemacht und steht im Ranking weiter klar vor der welschen Konkurrenz. Auch für dieses Jahr zeigte es den zwölf A-Klubs per Mail den Weg zur einfachsten Lösung der drängendsten Probleme. An den SC Bern: Das müde Spiel der letzten Wochen gefällt uns gar nicht. Der Titel vom vergangenen Frühling sollte langsam verdaut sein. Bringt in absehbarer Zeit den Zampano Arno Del Curto an die Bande, damit das Spektakel wieder einen Namen hat. HC Lugano: Wir weissagten die Fortschreibung der Krise schon bei der letzten Session. Gegen die zunehmende Verwahrlosung einer vergoldeten Mannschaft und das Missmanagement gibt es nur ein taugliches Rezept: den Zauberer vom Zauberberg einfliegen. Lakers: Die eisblauen Seebuben sind nach einem schleichenden Housecleaning und Wechseln an der Bande in Untiefen der Tabelle gefangen. Sie werden für den Frevel hart bestraft, einst den grossen Bill Gilligan weggeschickt zu haben. Nur einer könnte diesen Knoten noch zerschlagen: der Trainerguru aus Davos. ZSC Lions: Wie wir bei den Übertragungen auf Teleclub immer wieder konstatieren: Die alten Löwen neigen zur Trägheit und Selbstzufriedenheit. Wir sehen auf unserem Radar nur einen, der sie wieder auf Touren bringt: den Rückkehrer ADC. Die One-Man-Show spart Jobs Kloten Flyers: Die Überflieger müssen in Zukunft ihre Kosten herunterfahren. Nur noch auf drei Ausländer zu setzen, reicht noch nicht aus. Die One-Man-Show Del Curto spart die meisten Jobs auf der Führungsebene. Genf-Servette: Offiziell sind wir ratlos, weshalb das Team in dieser Saison nicht vom Fleck kommt. Wir wüssten allerdings genau, wer der Top-Steuermann in Genf wäre, können aber gerne auf den Zorn unsererfranzösischsprachigen Konkurrenzund von Chris McSorley verzichten. EHC Biel: Trainer Kevin Schläpfer erreicht mit diesem Kader zurzeit ein Optimum. Für eine Steigerung müsste er jetzt den wahren Hockeygott an der Bande ins Seeland locken. EV Zug: Es fehlt nicht viel zu einem Meisterteam. Wie man die zuweilen überbordenden Temperamente in den entscheidenden Phasen im Playoff kontrolliert, könnte Meistermacher Del Curto dem Kollegen Doug Shedden demonstrieren. Fribourg-Gottéron: Es ist eine launische Equipe, die praktisch nur auf dem Sturm aufgebaut ist und zu viele Gegentore erntet. Dem Larifari in der eigenen Zone schafft das HCD-System sofort Abhilfe. Ambri-Piotta: Der erneuten Rettung im Playout steht nichts im Weg. Ein Playoff-Platz wäre mit diesem Potenzial aber nur mit dem Diamantenschleifer Del Curto möglich. SCL Tigers: Die Langnauer in ihrem aktuellen Hoch hoffen, dass die Klubs mit dem Fokus auf Del Curto noch lange nicht merken, wie gut die Arbeit von Trainer John Fust an der Ilfis ist. HC Davos: Die Abwehrschlacht des Klubs für die besten Spieler und den Baumeister des Erfolgs hinter den sieben Bergen gehört zu einerHCD-Saison wie der Spengler-Cup. Dies gilt auch als Prognose für 2012 bis 2015. Nationalteam: Ralph Krueger war der richtige Nationalcoach, Sean Simpson ist der richtige Nationalcoach. Doch wer eine WM-Medaille will, braucht den Besten, auch wenn er das im Nebenamt erledigt. Die ZSC Lions neigen zu Trägheit und Selbst-zufriedenheit. Wirsehen nur einen, der sie auf Touren bringt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch